"Jetzt habe ich es bewiesen"

11. Februar 2011, 15:56
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Anna Fenninger (AUT/Gold/in Tränen aufgelöst): "Ich kann's einfach noch nicht realisieren. Ich habe es nicht einmal geglaubt, als ich durchs Ziel gefahren bin. Die Piste war so schlecht, ich habe den ganzen Schnee auf die Brillen bekommen. Ich wollte endlich beweisen, dass ich auch Slalom fahren kann. Jetzt habe ich es bewiesen. Ich kann es nicht glauben, muss das Ganze erst verdauen. Endlich können wir alle gemeinsam feiern."

Tina Maze (SLO/Silber): "Ich bin sehr zufrieden. Ich habe schon gedacht, dass Anna heute gut fährt, das habe ich irgendwie schon gespürt. Neun Hundertstel sind natürlich sehr wenig. Ich bin schon sauer, weil ich schon einmal ganz knapp Gold verloren habe. Aber ein zweiter Platz ist super. Ich bin nach Zwiesel wegen meiner Oberschenkelverletzung nach Hause gefahren. Mit Hilfe des Doktors geht es besser und ich bin heute ohne Schmerzen gefahren."

Anja Pärson (SWE/Bronze): "Der Slalom ist immer schwer für mich. Ich hatte einfach nicht das richtige Timing, es war ganz knapp heute. Bronze war das Maximum, denn ich habe im unteren Teil der Abfahrt Fehler gemacht. Anna ist brutal gut gefahren im Slalom, es freut mich sehr, dass sie gewonnen hat. Das ist schon meine 18. Medaille. Es ist Wahnsinn, was ich für eine Karriere hatte."

Dominique Gisin (SUI/4.): "Das war der beste Slalom meines Lebens. Andererseits, Vierte, naja. Aber die ersten Drei haben es total verdient. Anna hat so geweint, dass es mir kalt den Rücken heruntergelaufen ist. Auch Tina und Anja sind ganz große Athletinnen."

Elisabeth Görgl (AUT/5.): "Ich habe gewusst, dass ich einen Super-Lauf im Slalom brauche. Ich war zwar recht locker, aber es ist mir nicht ganz gelungen. Ich bin die Spuren zu sehr ausgefahren und habe die Ski einen Tick zu wenig nach unten gelassen. Jetzt hat Anna eine Goldene, das passt auch gut, ist für uns super. Ich hatte heute eine gute Chance, konnte sie aber nicht nützen. Ich habe alles probiert, jetzt schaue ich nach vorne. Ich muss in der Abfahrt aber eine Super-Fahrt erwischen, damit ich vorne mitmischen kann."

Nicole Hosp (AUT/12.): "Ich bin gleich beim zweiten Slalom-Tor blöd hängengeblieben. Der Rest war sehr gut und stimmt mich zuversichtlich. Ich hatte einen guten Lauf, komme im Slalom in Form und kann nächste Woche angasen."

Michaela Kirchgasser (AUT/13.): "Hier gab es nur volles Risiko. Die Piste hat nachgelassen und ich habe gewusst, dass ich Gas geben muss. Ich habe attackiert und es ist nicht aufgegangen."

Peter Schröcksnadel (ÖSV-Präsident): "Das haben wir uns nicht erträumt. Wir hatten aber gehofft, dass wir gut abschneiden. Obwohl wir im Vorfeld viel Pech hatten, haben wir uns nie in schlechte Stimmung bringen lassen. Ich kann allen nur herzlich gratulieren. Wir sind sehr froh, Annas Leistung war großartig. Ich wusste nicht, dass sie so toll Slalom fahren kann. Jetzt haben die Schweizer viele vierte Plätze, das kennen wir alles, jetzt geht es ihnen so. Sieg und Niederlage sind oft knapp beisammen, so ist der Sport. Damit muss man leben."

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