Ahmadinejad solidarisiert sich mit Demonstranten

11. Februar 2011, 14:59
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Irans Präsident zieht Vergleich zwischen Schah-Sturz 1979 und Anti-Mubarak-Protesten

 

Teheran - Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat in einer Rede zum 32. Jahrestag der Islamischen Revolution in seinem Land Solidarität mit den "islamischen Demonstranten" in Ägypten bekundet. Die Proteste in Tunesien und gegen den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak seien ein islamischer Aufbruch ähnlich der Revolution im Iran 1979, sagte er am Freitag in einer vom Staatsfernsehen übertragenen Rede.

"Bald wird es einen neuen Nahen Osten geben, in dem es keinen Platz für arrogante Mächte gibt", sagte er mit Blick auf Staaten des Westens. Auf den Straßen des Landes riefen Demonstranten anlässlich des Gedenkens an den Sturz des von der US-Regierung unterstützten Schahs "Tod für Amerika" und "Tod für Israel".

Die Opposition vergleicht die Massenaufstände in Nordafrika dagegen mit den Demonstrationen gegen die iranische Regierung vor mehr als einem Jahr, als Ahmadinejad als Sieger der Präsidentenwahl ausgerufen wurde. Die Ahmadinejad bei der Präsidentenwahl 2009 unterlegenen Kandidaten Mehdi Karroubi und Mirhossein Moussavi beantragten eine Genehmigung für eine Kundgebung am Montag zur Unterstützung der Proteste in Tunesien und Ägypten.

Der Iran ist im Gegensatz zu Ägypten und Tunesien kein arabisches Land. Die Mehrheit bilden dort im Gegensatz zu Ägypten und Tunesien die schiitischen und nicht die sunnitischen Muslime. (APA/Reuters)

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