Europäischer Tag des Notrufs 112

11. Februar 2011, 14:53
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Wer im Notfall 112 - ohne Vorwahl und gratis - wählt, erreicht die zuständigen Dienste: Polizei, Rettung oder Feuerwehr

Am Freitag ist "Europäischer Tag des Notrufs". Der 11. Februar ist bereits zum dritten Mal diesem Zweck gewidmet, mit dem die EU-Behörden die einheitliche Notrufnummer 112 ein wenig mehr ins Bewusstsein der Menschen rücken wollen. Denn obwohl sie schon seit 20 Jahren existiert, kennt nur jeder vierte Bewohner der EU diese einheitliche Notrufnummer.

Wer im Notfall 112 - ohne Vorwahl und gratis - wählt, erreicht die zuständigen Dienste: Polizei, Rettung oder Feuerwehr. In Österreich werden diese Notrufe von der Polizei entgegengenommen, die sie je nach Sachlage an andere Blaulichtorganisationen weitergibt. Täglich gehen rund 3.500 bis 4.500 Anrufe in der Wiener Landesleitzentrale ein. Im vergangenen Jahr wurden 1,5 Millionen Anrufe von sechs bis sieben Beamten der Bundespolizeidirektion entgegengenommen.

Funkbeamte

Nicht immer handelt es sich bei den Telefonaten um tatsächliche Notrufe, wie Günter Leber aus Erfahrung weiß. Als Notrufbeamter ist er eine Schnittstelle zwischen den Anrufern und den Einsatzbeamten. Er nimmt als Erster die Daten auf und leitet sie weiter. Im Fall der Polizei ist das einer von vier sogenannten Funkbeamten, die im selben Raum sitzen und ihrerseits Kontakt halten mit Einsatzstellen in den Bezirken. Besonders wichtig sei es, betonte Leber, dass Anrufer den Namen nennen, beschreiben, was passiert ist - und vor allem wo.

Viele seien sich bei Vorfällen nicht sicher, ob sie nun Rettung, Polizei oder doch lieber die Feuerwehr um Hilfe bitten sollen und welche Nummer den Organisationen zuzuordnen ist, sagte Polizeisprecherin Camellia Anssari. Mit 112 ist eine Entscheidung im Vorhinein nicht nötig: Über diese Nummer werden sämtliche Notfälle bearbeitet. 112 ist aus allen Fest- und Mobilfunknetzen in der Europäischen Union gebührenfrei erreichbar. 2009 sind österreichweit 2.530.989 Notrufe eingegangen, 33,7 Prozent davon über die Notrufnummer 112. Im vergangenen Jahr hat sich dieser Anteil auf 36,7 Prozent erhöht. (APA)

 

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