Wesentlicher Treiber fehlt

11. Februar 2011, 14:23
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Ein Kommentar aus dem wöchentlichen Marktbericht von Raiffeisen Research

USA

Das sehr gute makroökonomische Umfeld treibt - gepaart mit im Übermaß vorhandener Liquidität - die Aktienmärkte weiter an. Die Berichtssaison zum vierten Quartal, die in den USA bereits ihren
Höhepunkt überschritten hat, liefert zudem recht erfreuliche Ergebnisse: rund 70 % der berichtenden Unternehmen konnten mit ihren Gewinnen positiv überraschen. Das zu erwartende Gewinnwachstum im vierten Quartal 2011 beträgt im Jahresvergleich deutlich über 20 %. Außerdem ebben die Staatsschuldendiskussionen vorerst weiter ab. Wir bleiben somit mehr als zuversichtlich, was die mittelfristige Marktentwicklung betrifft.

Europa

Mangels wichtiger Konjunkturdaten fehlt den Märkten im Moment ein wesentlicher Treiber, da die berichteten Unternehmensergebnisse weiterhin keine nachhaltigen Impulse liefern konnten. Zwar fielen diese bislang mehrheitlich leicht über den Erwartungen aus, beinhalteten aber auch immer wieder die eine oder andere Enttäuschung (z. B. Credit Suisse, Peugeot). Alles in allem bleiben wir für die weitere Entwicklung der europäischen Aktienmärkte aber zuversichtlich. Einerseits sollte ein solides konjunkturelles Umfeld zufriedenstellende Gewinnwachstumsraten gewährleisten. Andererseits geben auch die aktuellen Bewertungsniveaus keinen Grund zur Sorge.

Japan

Auch wenn zuletzt wichtige Vorlaufindikatoren leichte Zuversicht verbreiten, so ist die derzeitige konjunkturelle Situation im Land der aufgehenden Sonne alles andere als rosig. So lange aber die Weltwirtschaft auf Expansionskurs bleibt, erachten wir den Gegenwind für die japanischen Unternehmen als beherrschbar. Dies spiegelt sich auch in der sehr stark verlaufenen Berichtssaison wider. Hier
konnten die Gewinnerwartungen mehrheitlich und sogar deutlich geschlagen werden. Niedrige Bewertungen und unterstützende Liquidität sprechen zudem für weiter steigende Kurse.

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