Deutschland sagt der Spielsucht den Kampf an

11. Februar 2011, 13:09
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Der Zugang zu Spielautomaten soll mittels Spielerkarte erschwert werden

Berlin – Im Kampf gegen die Spielsucht setzt der deutsche Gesundheitsminister Philipp Rösler auf einen erschwerten Zugang zu Spielautomaten statt auf ein Automatenverbot. In den "Ruhr Nachrichten" sprach er sich für die Einführung einer "Spielerkarte" aus. Mit einer solchen Chipkarte, die auch mit Geldbeträgen aufgeladen werden könnte, müssten Spielautomaten zunächst freigeschaltet werden. Bei der Ausgabe der Karte könne der Spielhallenbetreiber prüfen, ob die Person volljährig sei. Zudem könne der finanzielle Verlust begrenzt sowie verhindert werden, dass jemand "an mehreren Automaten gleichzeitig spielt", betonte Rösler.

Damit erteilte Rösler Forderungen der Drogenbeauftragten Mechthild Dyckmans nach einem Abbau aller Spielautomaten in Gaststätten oder Einkaufszentren eine Absage. "Es gibt intelligentere Lösungen als Aufstellverbote", sagte der Gesundheitsminister. Einig sei er sich mit Dyckmans aber darüber, dass der Jugendschutz verbessert werden müsse. Dazu zählten Kontrollen des Personalausweises, aber auch bessere Kenntnisse der Mitarbeiter in Spielhallen und Gaststätten.

Rund 300.000 Menschen in Deutschland zeigten ein auffälliges Verhalten bei Glücksspielen. Automatenspieler seien darunter die bei weitem größte Gruppe. "Dieses Problem dürfen wir nicht ignorieren", forderte Rösler. (APA)

    <p>Viele Betriebe haben ausgefeiert.</p>
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