Vorarlberger Landesmuseum: Andreas Rudigier wird neuer Direktor

11. Februar 2011, 12:57
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Nachfolger von Tobias Natter war schon bisher Mitglied des wissenschaftlichen Beirats

Bregenz - Andreas Rudigier, 45, wird mit 1. April neuer Direktor des Vorarlberger Landesmuseums. Der gebürtige Vorarlberger sei vom Aufsichtsrat der Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebsgesellschaft einstimmig als Nachfolger des scheidenden Tobias Natter bestellt worden, teilte Kulturlandesrätin Andrea Kaufmann am Freitag in einer Aussendung mit.

"Rudigier konnte die Expertenkommission im Hearing mit hoher fachlicher und kommunikativer Kompetenz überzeugen. Seine Fähigkeit, Menschen für eine Sache zu begeistern und zu vernetzen sowie seine profunde Kenntnis der Vorarlberger Geschichte und Museumslandschaft waren ausschlaggebend", erklärte Kaufmann. Er habe außerdem eine Vielzahl wichtiger Projekte initiiert und eine lange Reihe an Publikationen zur Kulturgeschichte und regionalen Volkskunst herausgebracht.

Der Abgang Natters ließ in Vorarlberg Fragen offen, da das Landesmuseum gerade neu gebaut und im Frühjahr 2013 wiedereröffnet wird. Die Konzeption für das neue Haus wurde federführend von Natter erarbeitet. Diesbezüglich sah Kaufmann aber keine Schwierigkeiten. Rudigier habe als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Landesmuseums maßgeblich am Konzept mitgearbeitet und halte es für eine gute Basis zur Weiterentwicklung des Museumsprofils. "Kontinuität und Professionalität sind bei der Finalisierung der konzeptuellen Arbeit für das neue Museum mit der Bestellung Rudigiers in hohem Maße gewährleistet", betonte die Landesrätin.

Rudigier arbeitet derzeit unter anderem als Leiter der Montafoner Museen in Schruns und ist seit 2010 Präsident des Vorarlberger Landesmuseumsvereins. Er studierte Rechtswissenschaften und Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck und war danach als freischaffender Kunsthistoriker, in der Lehrerfortbildung und als Gutachter tätig.

Er folgt dem 2006 bestellten Tobias Natter nach, der seinen Mitte Mai 2011 auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollte. Natter, 49, wird künftig als selbstständiger Berater privater Kunstsammler im In- und Ausland tätig sein und gilt auch als einer der Favoriten auf den Posten des museologischen Direktors im Leopold Museum. (APA)

 

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