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Ungebremst weht der Wind in der Wiener Innenstadt und das ist kein Zufall.
Der sogenannte Flurwind sorgt in Wien dafür, dass rund um den zentral gelegenen Stephansdom praktisch ganzjährig zumindest ein Lüfterl weht. Und dies scheint hier kein Zufall zu sein, zumindest gibt es eine Erklärung, die glaubwürdig klingt. Wien ist im 19. Jahrhundert explosionsartig gewachsen, Stichworte Gründerzeit, Zinshausbau. Seinerzeit hat man sich in Sachen Stadtentwicklung offenbar fortschrittliche Dinge geleistet, wie etwa das erste Kanalsystem Europas gegen Ende des 18. Jahrhunderts oder die berühmten Hochquellenleitungen zur Wasserversorgung ab 1870.
Doch man kümmerte sich nicht nur um die Ver- und Entsorgung von Flüssigem. Auch die Luftqualität war ein Thema, denn eine Müllabfuhr im heutigen Sinn gab es noch nicht, und Pferdefuhrwerke waren das wichtigste Transportmittel. So kam man dem Gestank am besten bei, indem die Einfallstraßen vom Westen her so gestaltet wurden, dass der Wind ungehindert bis ins Zentrum hineinpfeifen konnte. Die überwiegende Nordwestwindströmung wurde also gezielt genutzt, um die Stadt verlässlich von üblem Gestank zu befreien. Hier wird also jener Luftzug, der sich durch das naturgemäße Aufsteigen der Luft aus der warmen Stadt bildet, noch verstärkt.
Das erklärt nicht nur, warum die Novemberwinde in Wien so unangenehm sind wie sonst nirgends, sondern auch, warum Wien trotz des dichten Autoverkehrs eine relativ gute Luftqualität aufweist. In Graz zum Beispiel begründet man die häufigen Überschreitung von Schadstoffgrenzwerten unter anderem damit, dass dort der Flurwind-Effekt gegen die Hauptwindrichtung verläuft und folglich anstatt einer Verstärkung des Reinigungseffekts eine Abschwächung eintritt. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Pringausabe/11.02.2011)
-> derStandard.at/AutoMobil auf Facebook.
Wenn sie nicht den Tunnel gegraben hätten längs durch den Plabutsch sondern gleich tw. den Berg weggetan hätten, dann hätten wir eine bessere Luft...
Vielleicht finden sie ja anoch was was sich abzubauen lohnt- staubarm versteht sich.
muss ich kund tun dass ursprünglich die stadt von webling bis zum kalvariengürtel mit ausfahrten bei don bosco und hauptbahnhof hätte untertunnelt werden sollen anstatt den berg zu durchbohren.
wer auf zum bahnhof will muss sich durch die sog. kärntener str. kämpfen.
der tunnel durch den berg ist einfach grotesk.
... wurde von den damaligen Baumeistern genial durchdacht angenehm gemacht:
Wir wohnen in einem Altbau, mit ca. 50-60 cm Außenwänden und Lichthof:
Im Winter hält die Wärme sehr gut, im Sommer braucht es Wochen, bis die Hitze einmal wirklich in die Wohnung dringen kann - Und wenn, einfach Lichthoffenster aufmachen: Durch den Kamineffekt haben Sie selbst bei 35 Grad mit absoluter Windstille ein angenehm kühlendes "Lüfterl".
Wenn ich mir ansehe, was heutzutage für ein Mist gebaut wird, kann ich nur sagen "Hut ab" vor den "alten" Baumeistern.
Im Übrigen werden diese "vergessenen" Techniken bei manchen Hochhäusern "wieder entdeckt" - Leider nicht bei uns.
Es gab übrigens auch noch eine Windmühle beim Belvedere. Die diente als Wasserschöpfantrieb, wenn es windstill war gab es ein Göp(p)elwerk. Das Wasser wurde in ein nicht mehr existierendes Wasserbecken bzw. weiter in den oberen Teich der Wasserhaltung gefördert.
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