Niessl fordert vom Bund ein umfassendes Bildungskonzept

11. Februar 2011, 11:44
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Qualitätsziele, Lehrerausbildung und Dienstrecht reformieren - Acht weitere Standorte für Neue Mittelschule im Burgenland ab September

Eisenstadt - Im Burgenland gibt es mit Beginn des kommenden Schuljahres acht zusätzliche Standorte für die Neue Mittelschule. Dies sei bereits zugesagt worden, teilte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) am Freitag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt mit. Niessl sprach sich dabei für weitere Reformmaßnahmen aus: "Im Bildungsbereich wäre die Bundesregierung gut beraten, ein sehr umfassendes Konzept vorzulegen." Es gelte etwa, Qualitätsziele festzulegen, die Schulaufsicht und die Lehrerausbildung zu reformieren sowie ein gemeinsames Dienst- und Besoldungsrecht einzuführen.

Ab Herbst wären somit 36 der insgesamt 41 Hauptschulen im Burgenland Neue Mittelschule. "Damit haben wir schon beinahe Flächendeckung erreicht", sagte Niessl. Derzeit werden bereits 28 Hauptschulen als Neue Mittelschule geführt. Die Zehn-Prozent-Klausel habe es "im Burgenland in der Vergangenheit nicht gegeben". Ansuchen, dass sie Neue Mittelschule werden wollen, gebe es auch bereits von Gols und der Privathauptschule Eberau. Ebenfalls dafür ausgesprochen hätten sich die Schulen Güssing und Neusiedl am See: "Da gibt es erste Signale."

"Ruck durch Hauptschulen, die Neue Mittelschule sind"

"Es geht ein Ruck durch die Hauptschulen, die Neue Mittelschule sind. Das ist ein Impuls, den hat es seit Jahrzehnten in der Hauptschule nicht gegeben", meinte Niessl, der selbst über 20 Jahre in einer Hauptschule unterrichtete: "Da gibt es Kolleginnen und Kollegen, die mit 57, 58 Jahren in ihrer Freizeit die Ausbildung machen, um an der Neuen Mittelschule unterrichten zu können."

Mit der Umstellung übernehme man jene Systeme, die im PISA-Ranking ganz vorne seien. Ziel könne es nur sein, mittelfristig unter die fünf besten PISA-Nationen in Europa zu kommen, meinte Niessl: "Dass Österreich da im letzten Drittel liegt, ist ein Zustand, der unerträglich ist." Die erste Tranche der auf vier Jahre befristeten Schulversuche, die 2008 gestartet sind, läuft im Burgenland bereits im nächsten Jahr aus. (APA)

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