Blumengroßmarkt hat am Valentinstag Hochbetrieb

11. Februar 2011, 11:39
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Auf 10.000 Quadratmetern präsentieren 160 Händler und Produzenten ihre florale Pracht

Frische Blumen werden geliefert, Händler und Einkäufer feilschen um Preise, die Stimmung ist gut am Blumengroßmarkt in Inzersdorf. Der Grund: Der Valentinstag steht vor der Tür, am kommenden Montag werden wieder Millionen Blumen verschenkt. Ein gutes Geschäft für die Standler am Großmarkt: "Es naschen zwar immer mehr fremde Branchen mit, aber die Blume ist immer noch das traditionelle Geschenk am Valentinstag", freut sich Herbert Jedletzberger, Obmann der Marktgemeinschaft Blumengroßmarkt Wien, am Montag.

Auf 10.000 Quadratmetern präsentieren derzeit 160 Händler und Produzenten in der Blumenhalle florale Pracht: Schnittblumen, Topfpflanzen, Bindegrün, aber auch Zubehör wie Töpfe oder Dekorgegenstände. "Der Arbeitstag der Standler beginnt um 3.00 Uhr früh", erzählte Reinhard Frank vom Wiener Marktamt. Zunächst packen die Händler ihre Ware aus und platzieren diese sichtbar. Preise sind kaum ausgeschrieben: "Im Großhandel gibt es keine Preisauszeichnungspflicht", so Frank.

Um 4.30 Uhr öffnet die Blumenhalle, der "große Ansturm" ist laut Frank spätestens um 6.00 Uhr vorbei. Die Kundschaft besteht aus Fachhändlern, aber auch Gastronomen, Marktstandler und Dekorateure decken dort ihren Bedarf. Das Einzugsgebiet reicht von Wien, Niederösterreich, Burgenland bis nach Oberösterreich. Immerhin wechselt die Hälfte der in Österreich verkauften Blumen in Inzersdorf ihren Besitzer. Die Ware kommt aus heimischer Produktion, aber auch aus dem Ausland, also unter anderem aus Südamerika oder aus den Niederlanden.

Auch der Grazer Florist Rudolf Hajek, Bundesinnungsmeister der österreichischen Gärtner und Floristen, kommt einmal pro Woche nach Wien, um einzukaufen: "So eine riesige Auswahl bekommt man kaum wo." Auf seiner Einkaufsliste standen heute unter anderem Ranunkeln, Tulpen und Anthurien: "Nun bin ich gerüstet für den Valentinstag."

Umsatzplus

Wie hoch das Umsatzplus durch den Feiertag der Verliebten ausfällt, konnte die APA bei ihrem Rundgang in der Blumenhalle nicht herausfinden. In einem waren sich die Befragten aber einig: Hoch im Kurs stehen am Valentinstag traditionell Rosen und "Frühlingsblüher" wie Narzissen und Tulpen. Einkäufer Hajek hat einen Geschenktipp für all jene, die es nicht "klassisch" wollen: "Eine tolle Blüte mit hübschem Beiwerk wie zum Beispiel Kirschblütenzweigen - damit kann man schon punkten."

Doch auch abseits von Valentinsarrangements ist die Auswahl in der Halle groß: Waltraud Stöger verkauft etwa Topfpflanzen und kann von einem immer populärer werdenden Gewächs berichten: "Orchideen werden immer mehr zum Trend. Die Leute mögen sie, weil sie sehr pflegeleicht sind." Ums Eck gibt es einen Stand mit Exoten: "Wir haben etwa Ingwer- oder Bananenblüten", pries Importeur Josef Berger sein Angebot. Einige Meter weiter bietet Christian Angeloff Tulpen in 170 verschiedenen Farben an - dabei hat er nicht nur eine Art im Sortiment, sondern viele verschiedene - etwa mit vollen oder gefransten Blütenblättern oder mit besonders spitzen Knospen. "Das schöne an Tulpen ist, dass sie leben - sie wachsen in der Vase", schwärmte er.

Privatkunden dürfen ebenfalls in der Blumenhalle einkaufen. Erlaubt ist das von 7.00 bis 9.00 Uhr früh, sofern sie Großhandelsmengen - zum Beispiel einen Bund Blumen und nicht nur einen Strauß - erstehen. Um 9.30 Uhr schließt der Großmarkt seine Pforten. Während für viele Österreicher der Tag erst beginnt, machen Händler und Produzenten Feierabend. Geschlossen bleibt der Blumengroßmarkt nur am Sonntag. (APA)

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    Auf 10.000 Quadratmetern präsentieren derzeit 160 Händler und Produzenten am Blumengroßmarkt in der Blumenhalle ihre florale Pracht.

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