Weltbestes Pressefoto zeigt verstümmeltes Gesicht der Afghanin Bibi Aisha

11. Februar 2011, 13:42
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Am Freitag wurden die Gewinner des "World Press Photo 2010" bekannt gegeben. Die Auszeichung geht an die südafrikanische Fotografin Jodi Bieber für das Foto der 18-jährigen Bibi Aisha aus Afghanistan. Das Bild gewann auch den ersten Platz in der Kategorie "Porträts". Das Foto sei ein "unglaublich starkes Bild, das eine eindrucksvolle Botschaft aussendet", so Jurorin Ruth Eichhorn. Das Foto sei so stark, "weil die Frau würdevoll aussieht."

Die Taliban hatten der jungen Frau Nase und Ohren abgehackt, weil sie ihren Ehemann verlassen hatte. "Time" macht das Bild zum Coverfoto, der Titel dazu sorgte für Diskussionen: "Was passiert, wenn wir Afghanistan verlassen", derStandard.at berichtete. Bibi Aisha lebt mittlerweile in den USA, wo ihr Gesicht von plastischen Chirurgen wiederhergestellt wurde. 

Insgesamt zeichnete die Jury in diesem Jahr 56 Fotojournalisten aus 23 Ländern mit dem World Press Photo Award aus. Mehr als 5.800 Fotografen aus 125 Ländern hatten gut 108.000 Fotos für den Wettbewerb im Jahr 2010 eingereicht. Die Wiener Galerie Westlicht zeigt die weltbesten Pressefotos von 9. September bis 9. Oktober 2011.

Im Folgenden sehen Sie weitere Gewinner des World Press Photo-Award.

Hinweis an die UserInnen: Die Ansichtssache enthält Bilder von toten Menschen.

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