Europas Börsen schließen höher

11. Februar 2011, 18:59
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Nokia mit Kurseinbruch nach Bekanntgabe einer Software-Partnerschaft mit Microsoft

Wien - Die europäischen Leitbörsen haben die Sitzung am Freitag nach einem schwachen Handelsverlauf mehrheitlich etwas erholt beendet. Am späten Nachmittag hatte der ägyptische Präsident Hosni Mubarak nach wochenlangen Protesten des Volkes seinen Rücktritt bekanntgegeben. Die Führung soll nun an das Militär übergeben werden.

Im Zuge dieser Entwicklungen legte der deutsche Leitindex DAX 0,43 Prozent auf 7.371,69 Einheiten zu, der Londoner FT-SE-100 zog um 0,71 Prozent auf 6.062,90 Punkte an. Der Euro-Stoxx-50 ging hingegen in der Verlustzone aus dem Handel und schloss bei 3.024,37 Punkten, das ist ein kleines Minus von 1,31 Zählern oder 0,04 Prozent.

Einen Kurseinbruch erlitten die Papiere des Handy-Unternehmens Nokia. Zu Sitzungsende lagen die Anteilsscheine um 14,22 Prozent im Minus bei 7,00 Euro. Zuvor wurde bekannt, dass Nokia eine Softwarepartnerschaft mit Microsoft eingehen werde. Im Zukunft soll daher auf allen Nokia-Smartphones das Betriebssystem Microsoft Windows 7 laufen. Am Markt hieß es, dass der Handyhersteller damit sein Scheitern der bisherigen Strategie am Smartphone-Markt im Kampf gegen die Konkurrenten Apple und Google eingestanden hätte.

Nach Vorlage von Zahlen zeigten sich die Papiere des Reifenherstellers Michelin nach Vorlage von Zahlen fester. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen einen Gewinn von 1,05 Mrd. Euro einfahren. Die Erwartungen der Analysten, konnten damit übertroffen werden. Im Schnitt hatten Experten mit 911 Mio. Euro Gewinn gerechnet. Zu Handelsschluss tendierten Michelin um 3,68 Prozent fester bei 59,18 Euro.

Der französische Kosmetikkonzern L'Oreal hingegen verlor nach Ergebnispräsentation 4,22 Prozent auf 85,72 Euro. 2010 konnte das Unternehmen seinen Gewinn zwar um 25 Prozent steigern, die Schätzungen der Experten konnten jedoch nur knapp erreicht werden.

Gesamtjahreszahlen brachte auch der Ölkonzern Total, welcher 2010 einen Gewinn von 10,3 Mrd. Euro erwirtschaften konnte. Unterstützt hatten vor allem die hohen Ölpreise, welche sich aufgrund der weltweiten Erholung der Wirtschaft im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt hatten. Trotzdem gingen Total mit einem Abschlag von 0,07 Prozent auf 43,45 Euro aus dem Handel. (APA)

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