Russisches Gas wird für Europa teurer

11. Februar 2011, 10:35
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Durchschnittspreis soll um 14 Prozent erhöht werden

Moskau - Russisches Erdgas dürfte für europäische Kunden deutlich teurer werden: Der staatliche Monopolist Gazprom will den Durchschnittspreis für Europa im laufenden Jahr um 14 Prozent erhöhen, wie zwei mit den Plänen vertraute Personen zu Reuters sagten. Europa deckt ein Viertel seines Bedarfs mit russischem Erdgas. Für Gazprom sind die westlichen Nachbarn die wichtigste Einnahmequelle. Den Angaben zufolge will der Ölkonzern den Preis je 1.000 Kubikmeter auf 352 Dollar (259 Euro) von 308 Dollar erhöhen. Auch die Exporte nach Westeuropa sollen 2011 demnach auf über 152 Milliarden Kubikmeter von 140 Milliarden steigen.

Bei langfristigen Verträgen mit europäischen Kunden orientieren sich Gazproms Forderungen an den Ölpreisen, die zuletzt auf ein Zweijahreshoch von über 100 Dollar je Barrel gestiegen waren. Viele Kunden haben gefordert, dass der russische Monopolist auch den Spotmarkt bei der Preiskalkulation berücksichtigt. Doch der Vorschlag stößt bei Gazprom auf Widerstand.

Nach Angaben aus Kreisen plant Gazprom seine Gesamtproduktion 2011 leicht auf 505,6 Milliarden Kubikmeter zu drosseln. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen laut Daten des Energieministeriums 508,6 Milliarden Kubikmeter produziert. In den kommenden zwei Jahren soll die Herstellung aber auf knapp 560 Milliarden Kubikmeter steigen. (APA/Reuters)

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