Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Nachdem der steirische Landtag mit Stimmen von SPÖ und ÖVP am Mittwoch das generelle Bettelverbot verabschiedet hatte, zogen nun auch die Landesregierungen Oberösterreichs und Kärntens mit entsprechenden Gesetzesentwürfen nach.
Linz: Ordnungsdienste statt Polizei
In Oberösterreich stimmte der Innenausschuss des Landtages am Donnerstag mit einer schwarz-blauen Mehrheit dem Entwurf für eine Änderung des Polizeistrafgesetzes zu. Die SPÖ und die Grünen waren gegen das Verbot für "organisiertes beziehungsweise aggressives Betteln". Die Novellierung sehe auch eine Kompetenzerweiterung für Stadtwachen und Ordnungsdienste vor, Städte und Gemeinden könnten die Überwachung der Einhaltung des Bettelverbots an ihre eigenen Wachkörper mit übertragen, so ÖVP-Klubobmann Thomas Stelzer. Der Beschluss im Landtag soll bei der nächsten Sitzung am 10. März erfolgen.
"Wer Menschen in Not ausnützt oder gar Kinder auf diese Weise ausbeutet, hat künftig mit ordentlichen Geldstrafen zu rechnen", argumentiert Stelzer. Das so erbettelte Geld müsse abgegeben werden. Damit werde den Städten und Gemeinden ein wirksames Mittel gegeben, um gegen Bettlerbanden vorzugehen.
SPÖ-Klubobmann Karl Frais lehnte den Gesetzesentwurf als "überhastet, unausgegoren, überzogenen und verfassungsrechtlich bedenklich" ab. Vor allem die Ausweitung der Kompetenzen für Stadtwachen und Ordnungsdienste sei ein wesentliches Argument gegen das Gesetz gewesen. Auch die Grünen kritisieren die Betrauung von Ordnungsdiensten mit einer Aufgabe, die besonderes Einfühlungsvermögen und hohe Sensibilität erfordert, ohne dass das betreffende Personal dafür geschult sei.
Klagenfurt: "Bettel-Mafia Handwerk legen"
Ebenfalls am Donnerstag ist im Kärntner Landtag mit den Stimmen der FPK/ÖVP-Koalition und gegen die SPÖ und die Grünen ein Beschluss gefasst wurden, wonach "aggressives und aufdringliches" Betteln künftig verboten werden soll. Der Beschluss ist eine Aufforderung an die Landesregierung, eine entsprechende Gesetzesvorlage vorzulegen.
Das Bettelverbot habe zum Ziel, "der Bettel-Mafia und dem aggressiven Betteln endlich das Handwerk zu legen", erklärte der stellvertretende FPK-Klubobmann Gernot Darmann. ÖVP-Klubchef Stefan Tauschitz warf der SPÖ vor, bei der Umsetzung eines Bettelverbotes jahrelang säumig gewesen zu sein. Jetzt sollten aggressives, aufdringliches, gewerbsmäßiges und organisiertes Betteln sowie das Betteln mit unmündigen Kindern verboten werden.
Die SPÖ warf der Koalition vor, mit ihrer Initiative "politisches Kleingeld" machen zu wollen. Die Grüne Landtagsabgeordnete Barbara Lesjak erklärte, dass die vorgesehenen Novellierungen wortgleich aus den Wiener Bestimmungen zum Bettelverbot übernommen wurden. Dass das Wiener Gesetz gerade einem Gesetzprüfungsverfahren beim VfGH unterzogen werde, werde offenbar ignoriert. (red/APA)
Sektorale Verbote sind für ihn keine Lösung - Man müsse organisierte Kriminalität aber gezielt bekämpfen
Verschiedene Gesetze in den Bundesländern sorgen genauso für Verwirrung wie unklare Definitionen, sagen Experten
Weiter Streit über den Umgang mit Bettlern: Eine geplante Novelle soll die Ausbeutung Bedürftiger höher bestrafen. Die FPÖ hingegen will das öffentliche Handaufhalten insgesamt verbieten, in Wien zuerst in Zonen
Mit 21 zu 18 Stimmen - SPÖ und Bürgerliste sprachen sich gegen Amtsbericht aus
Amtsbericht vorgelegt - Betteln jeglicher Art soll an zentralen Plätzen in der Innenstadt verboten werden
Stadt Salzburg startet europäische Initiative gegen Armutsmigration
Stadtwache exekutiert Gesetz nach Gutdünken, einige Bürger wehren sich
Regelung ist umgehend außer Kraft zu setzen, weil sie menschenrechtswidrig ist - Gegner des Gesetzes feiern, SPÖ, ÖVP und FPÖ grämen sich
Anfechtungen schlugen zum Teil fehl - Knackpunkt offenbar "Breite" der jeweiligen Regelung
Eine Beschwerde gegen Wiener Regelung wurde vom Verfassungsgerichtshof zurückgewiesen
Vom VfGH gekippte Bestimmung in Salzburg de facto erneuert
Stadt Wien weiß von nichts und vermutet eine Künstlergruppe hinter der Initiative
Laut VfGH muss "stilles Betteln" erlaubt bleiben - Absolutes Verbot in Salzburg aufgehoben
Vorsitzende Elke Lujansky-Lammer: "Wichtiger Etappenerfolg"
Bundesländer sind zuständig - Bettelverbot in Salzburg aufgehoben
Ein neu gegründetes bundesweites Forum fordert die Abschaffung aller Bettelverbote im Staat. Mit Stimmen von ÖVP, FPÖ und BZÖ beschloss Graz indes am Donnerstag eine neue Straßenmusikverordnung. Sie trifft Roma, die einst bettelten und nun musizieren.
Nach tätlichen Angriffen auf eine Gruppe Roma debattiert Salzburg über den Umgang mit Bettlern
Aktueller Gesetzestext lässt laut VfGH viele Interpretationen zu - In den Bundesländern gelten zum Teil unterschiedliche Regelungen
Wann, wo und wie in Oberösterreich gebettelt werden darf, beschäftigt nun den VfGH
Wer sind die Menschen, die täglich an mein Gewissen appellieren? Wie viel soll ich geben? Was ist richtig? Was ist gerecht? Eine individuelle Suche nach Antworten auf ein generelles Problem
Verhandlungen zu Anträgen aus Wien und Oberösterreich in den kommenden Wochen
Beschäftigungsprojekt für Roma in der Slowakei und Kroatien erntet Kritik an der Mur
In Klagenfurt und Lienz hätten Bettler in Kirchen Gläubige geohrfeigt, schreibt die Krone. Die Polizeibeamten, die dort zitiert werden, sind allerdings unauffindbar. Auch die Anzeigen. Ja selbst die Täter, Zeugen und Watschenopfer. Doch die Geschichte setzt sich fest. In den Köpfen von Politikern und ihrem Wahlvolk. Von Kirchenvertretern und ihren Schäfchen. Bettelverbote werden gefordert - und Gewalt. http://bettellobbywien.wordpress.com/2011/02/0... erhetzung/
Im Artikel über „kriminelle Banden“ zu reden, stellt eine reine Mutmaßung, bzw. Unterstallung dar. Es gilt, sich zu informieren, um herauszufinden, dass es in ganz Österreich noch keine einzige rechtmäßige Verurteilung in Richtung „Ausbeutung der Arbeitskraft“ im Zusammenhang mit Bettelei, und darum geht’s beim vorliegenden Sachverhalt, gibt. Mit Ausnahme eines mühevollen und teuren Verfahren letztes Jahr in Wien über mehrere Monate mit Erkenntnissen, die besser nicht publik gemacht werden und mit einer „Auslagerung“ der Strafrechtsverfolgung ins Ursprungsland, wo die angezeigten Roma aufgrund dortiger Diskriminierung eher zu einem Urteil (zynisch: positiven Verfahrensabschluss) gelangen dürften. Wenn ein Bettler dem Organisator bei durchs
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.