Urrebe im Burgenland wurde zerstört

10. Februar 2011, 21:53
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Elternsorte des Grünen Veltliners war erst vor eineinhalb Jahren entdeckt worden

Eisenstadt - Ein Vandalenakt sorgt bei Winzern im Eisenstädter Stadtteil St. Georgen für Betroffenheit: Ein mehrere hundert Jahre alter Rebstock, bei dem es sich wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge um eine Elternsorte des Grünen Veltliners handelte, wurde von Unbekannten zerstört. Der Weinstock, der von einem Gestrüpp umgeben war, wurde zerschnitten, bestätigte die Polizei einen Bericht des ORF Burgenland.

Vor eineinhalb Jahren wurde die Öffentlichkeit über den historischen Fund informiert. Aus Sorge um den Bestand des Rebstockes wurde dessen Standort damals nicht bekanntgegeben. Entdeckt wurde die historische Sorte auf einem schon lange nicht mehr zu Weinbauzwecken verwendeten Grundstück. Erzählungen zufolge war die Riede vor Jahrhunderten bebaut. Den alten Geschichten nachgehend, fand Michael Leberl vom Verein "Dorfblick" schließlich den Weinstock auf einer verwachsenen Hutweide.

Bei Untersuchungen durch die Bundesversuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg wurde eine Verwandtschaft zum Grünen Veltliner entdeckt. Bei Vergleichen mit Tausenden Reben stellte sich heraus, dass es sich bei dem gefundenen Exemplar um ein Unikat handelte. Nach der Zerstörung des Wienstockes ermittelt nun die Polizei. Die Schadenshöhe sei "eine sehr ideelle" , hieß es dazu von der Bundespolizeidirektion Eisenstadt. (APA)

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    Dieser mehrere hundert Jahre alter Rebstock wurde zerstört.

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