"Geht um Glaubwürdigkeit unserer Programme"

10. Februar 2011, 19:00
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ORF-Direktor Richard Grasl schickt interne Mitteilung an Führungskräfte: Werbung/Inhalte "strikt" trennen

Die "Interne Mitteilung" des Kaufmännischen ORF-Direktors ging an alle Führungskräfte des ORF von den Direktoren bis zu den Marketingchefs, zudem an alle Redakteurs- und Betriebsräte. Und an alle Landesdirektoren.

"Gegebener Anlass" für Richard Grasls Order: DER STANDARD berichtete von einem weiteren Angebot eines ORF-Landesstudios für eine Medienkooperation, das auch redaktionelle Beiträge in TV und Radio versprach.

Grasl weist Programmmacher, Werbung, Marketing "dezidiert auf die im ORF-Gesetz festgeschriebene und im Redakteursstatut sinngemäß enthaltene Trennung zwischen Programm und Werbung/Marketing hin. Jede Vermischung dieser beiden Sphären ist daher strikt zu unterlassen."

"Nicht missverständlich"

"In dieser Frage geht es nicht nur um die selbstverständliche Einhaltung von Rechtsnormen, sondern es geht auch um die Frage der Glaubwürdigkeit unserer Programmangebote", warnt Grasl: "Hinweise auf redaktionelle Elemente in Kooperations- und Werbeangeboten sind - auch wenn sie noch so unverbindlich gemeint sind - diesem höchsten Gut des öffentlich-rechtlichen Rundfunks abträglich." Der Finanzdirektor bittet, "bei Angebotslegungen" und "entsprechender Korrespondenz besonderes Augenmerk auf eine korrekte und nicht missverständliche Kommunikation zu achten."

Nachsatz: "Die Einhaltung der geltenden Rechtsnormen setze ich voraus." (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 11.2.2011)

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    Richard Grasl: "In dieser Frage geht es nicht nur um die selbstverständliche Einhaltung von Rechtsnormen, sondern es geht auch um die Frage der Glaubwürdigkeit unserer Programmangebote".

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