Mayers Europablog

Notorische Verlogenheit zu Nato und EU

Thomas Mayer, DER STANDARD, 10. Februar 2011, 18:32
  • Artikelbild
    foto: epa photo belga/benoit doppagne

Groß ist die Aufregung um ein Interview mit dem EU-Abgeordneten Hannes Swoboda

Groß ist die Aufregung um ein Interview mit dem EU-Abgeordneten Hannes Swoboda (SP). Er spricht sich klar für den Ausbau der militärischen Kooperation Österreichs mit den Nato-Nachbarstaaten im Zuge der anstehenden Reform des Bundesheeres aus. Und er verschweigt nicht, dass dies, wenn es erfolgreich ist, auf mittlere Sicht von fünf bis zehn Jahren auch die Frage aufwerfen könnte, ob Österreich der Nato beitreten sollte oder nicht.

Darüber müsste dann jedoch die Bevölkerung in einer Volksabstimmung entscheiden. Angesichts der aktuellen hitzigen Debatten um Wehrpflicht und Berufsheer sollte man aber jetzt tunlichst eine Nato-Debatte vermeiden, meint Swoboda, und sich zuerst einmal ganz auf Sicherheitsdoktrin neu und Heeresreform konzentrieren.

So weit so vernünftig, könnte man meinen - wie so oft, wenn man mit dem geschäftsführenden Fraktionschef von Europas Sozialdemokraten im Europaparlament ein differenziertes Gespräch über komplexe EU-Themen führt. Was Swoboda zu Heer, EU, Neutralität und Nato ausspricht, deckt sich weitgehend mit der Auffassung europäischer Sicherheitsexperten: Auf der einen Seite ist kein neutrales Land in der EU zu irgendetwas verpflichtet. Aber das transatlantische Bündnis ist auf der anderen Seite ein europäisches Faktum, an dem man nicht vorbeikommt, was mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft gilt.

Wenn Österreich also im Rahmen der künftigen europäischen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik aktiv mitwirken will, dann muss es sich ernsthafte Fragen stellen - letztlich bis hin zur Gretchenfrage, wie man es mit der Neutralität hält. Dass es über einen Nato-Beitritt und die damit verbundene Aufgabe der Neutralität eine Volksabstimmung geben müsste, wäre nur logisch, weil mit einer wesentlichen Verfassungsänderung verbunden.

Über all das lässt sich in Österreich aber offensichtlich nicht ernsthaft und ruhig diskutieren. Wenn die Worte Bundesheer, EU, Nato und Neutralität in einem Zusammenhang auftauchen, sehen viele rot - im übertragenen Sinne natürlich, nicht parteipolitisch.

Kaum hatte der STANDARD das Interview mit Swoboda Mittwochabend veröffentlicht, ging das Gezeter schon los. FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky polterte, die SPÖ bereite "heimlich still und leise" den Nato-Beitritt vor. Heimlich? Leise? Per Interview? Unreflektierter blauer Unsinn.

Aber auch in der SPÖ brach offenbar hektische Telefonitis aus, was Swoboda später, "um Missverständnisse zu vermeiden", dazu veranlasste, in einer Aussendung noch einmal klarzustellen, dass er sich ganz eindeutig dagegen ausgesprochen habe, die Bundesheerreform mit einer Diskussion über den Nato-Beitritt zu verbinden und persönlich derzeit auch gegen einen Nato-Beitritt sei wegen der starken Dominanz der USA.

Für jeden, der des Lesens mächtig ist, war das eh klar: "Eine Debatte zu einem raschen Nato-Beitritt hält Swoboda nicht für sinnvoll: 'Jetzt gibt es dafür keine Mehrheit. Aber wenn sich das aus einer Kooperation einmal ergibt, dann ergibt es sich' , meint er, 'in fünf oder zehn Jahren sollen die Bürger dann über einen Nato-Beitritt entscheiden'." So hieß es im Interview.

Aber die SPÖ scheut das Wort Nato offenbar wie der Teufel das Weihwasser bzw. wie die Kronenzeitung eine liberale Ausländerpolitik. Delegationschef Jörg Leichtfried schiebt daher, um nur ja keine "Missverständnisse" aufkommen zu lassen, zu Swoboda nach: "Das ist sicher nicht die Position meiner Delegation. Wenn man über militärische Zusammenarbeit nachdenkt, dann im Rahmen der Union, kontrolliert durch Instanzen wie das EU-Parlament".

Der Grüne Peter Pilz, der alte Heeres-Zyniker, tat kund, dass Swobodas Erklärungen "Hinweis für Ratlosigkeit und Verwirrtheit in der sicherheitspolitischen Debatte" seien. Die Grünen würden sich hingegen "für eine moderne europäische Integration der Neutralität einsetzen". Auch mehrere ÖVP-Vertreter traten in schöner Politprosa dafür ein, dass "wir unsere Bundesheer-Kompetenzen nützen und in eine europäische Dimension einbringen" (Ernst Strasser).

Der grünen EU-Abgeordneten Ulrike Lunacek ist das zu wenig klar. "Denn was nicht ausgesprochen wird: Es müsste heißen ohne Nato, in einer eigenen europäischen Struktur, und da hätte die Neutralität auch ihren Platz. Das ist die grüne Position", sagt Lunacek.

Ich bin da sehr skeptisch. Das klingt ja alles ganz schön. Aber es ist leider völlig losgelöst von der politischen Realität und den jüngsten Entwicklungen in Europa und in der Nato. Leichtfrieds Erklärung markiert - so wie jene von Grünen, aus ÖVP oder FPÖ ("Verrat an der Neutralität") - nur eine weitverbreitete notorische Verlogenheit bzw. Vernebelungstaktik, die inzwischen in praktisch allen Parteien Platz gegriffen hat. Sie tun so, als gäbe es eine eigenständige EU-Sicherheitsarchitektur ohne Nato, bzw. als würde sich eine solche in absehbarer Zeit gut entwickeln; und als könnte Österreich dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Weder das eine noch das andere ist wahr. In der europäischen Sicherheitspolitik herrscht seit Jahren Stillstand. Die vor acht Jahren auf den Weg gebrachten "battle groups" sind reine Schimäre. Ihr erster Einsatz steht in den Sternen.

Die Motivation der parteipolitischen Weichzeichner in Österreich erscheint mir relativ einfach. Eine große Mehrheit der Bevölkerung ist nach wie vor für die Beibehaltung der Neutralität. Die Kronenzeitung unterstützt das (bisher) kompromisslos. Insbesondere die Nato und deren Einsatz in Afghanistan wird demgegenüber als Schreckgespenst empfunden. Gott sei Dank, denkt die große Mehrheit, haben wir mit all dem Wahnsinn in der Welt nichts zu tun.

Also versucht man, das Bild einer eigenständigen "europäischen Dimension" zu zeichnen, die sowohl den Erhalt der Neutralität wie auch Teilnahme an sicherheitspolitischer Handlungsfähigkeit in Europa verheißt. Nur so kann man als "guter" Europäer und Neutralitätsverfechter gleichzeitig dastehen.

Die FPÖ tut sich ein bisschen leichter: Sie muss nur für die Neutraltät eintreten, der Rest ist ihr eher "Wurscht", denn im Zweifel ist sie dagegen, vor allem gegen die EU. Wen interessiert schon seriöse Sicherheitspolitik? Strache? Eben.

All das markiert das Drama der nicht vorhandenen sicherheitspolitischen Strategie in Österreich seit mehr als zehn Jahren: Man bewegt man sich mangels nationalen Konsenses in einer Scheinwelt. Die Regierungen seit 1995 konnten sich nie wirklich entscheiden, was sie wollen: Sich möglichst ganz raushalten aus europäischer Sicherheitspolitik wie das ebenfalls neutrale Irland? Oder kühl die Gleichschritte von EU und Nato nachvollziehen und daraus entsprechende Konsequenzen ziehen, wie das das bündnisfreie, aber außenpolitisch ambitionierte Schweden tut (und sich daher im Afghanistan-Einsatz mit mehreren hundert Soldaten beteiligt)?

Die wirkliche Welt der europäischen Sicherheitspolitik ist jedenfalls von einem Faktum charakterisiert: Die Würfel für Europas Sicherheitsarchitektur fallen nicht, wie viele hofften,  in den EU-Institutionen, sondern in der Gruppe der EU-Länder innerhalb der Nato. In Österreich wird gerne verdrängt, dass 21 von 27 EU-Staaten gleichzeitig Nato-Mitglieder sind, und damit nicht das geringste Problem haben, EU und Nato zu verbinden.

Und es sind nicht irgendwelche EU-Staaten, sondern die wichtigsten. Österreich findet sich mit Finnland, Irland, Malta, Zypern und Schweden inzwischen unter den "EU-Zwergstaaten", die nicht dem transatlantischen Bündnis angehören. Anders gesagt: 470 von 500 EU-Europäern leben unter dem Dach des Nato-Schirms, nicht einmal 30 Millionen Bürger der Union leben in neutralen/bündisfreien Staaten

Erst vor drei Monaten beschloss die Allianz in großer amerikanisch-europäischer Übereinstimmung beim Nato-Gipfel in Lissabon eine radikale Reform nach innen (drastische Einsparungen in den nationalen Heeren, daher verbesserte gemeinsame Aufgaben- und Truppenteilung, Öffnung zu Russland, stärkere Berücksichtigung von zivilen Einsätzen neben den militärischen u.a.). Viele Nato-Kommanden in Europa werden geschlossen. Dafür wurde gerade in Brüssel mit dem Neubau eines supermodernen Nato-Hauptquartiers begonnen.

Das ist nur der äußere Ausdruck dafür, wohin die Reise sicherheitspolitisch vermutlich gehen wird. Die Europäer werden - ähnlich wie die Eurogruppe in der Union - innerhalb der Nato einen stärkeren Kern entwickeln, aus dem heraus sich die gemeinsame Sicherheitspolitik der EU in die Zukunft orientiert. "Keine Doppelstrukturen" - das ist die jüngste Beschlusslage von Nato/EU-Staaten. Nato und EU werden engstens aufeinander abgestimmt agieren, so wie sich das seit zehn Jahren auch zeigt. Und in beiden Organisationen wird die Partnerschaft mit Russland eine immer wichtigere Rolle spielen.

Womit wir am Ende bei der Frage wären, was das für die neutralen und bündnisfreien Länder der EU bedeuten könnte. Zuerst: Keineswegs heißt das, dass zum Beispiel Österreich der Nato beitreten müsste und dass es die Neutralität aufgeben sollte. Es gibt keinerlei Zwang dazu. Die Nato wird selber auch keinen Schritt setzen, Länder wie Irland oder Schweden oder eben Österreich zu einer Mitgliedschaft zu drängen oder einzuladen. Das Bündnis ist aber umgekehrt offen für solche Beitritte, stellt Mindestbedingungen.

Die Entscheidung, ob Österreich sich nun mehr oder sogar ganz in die Nato bewegt oder ob es sich auf die Neutralität konzentiert, hängt einzig und allein davon ab, welche Rolle es in Zukunft auf der internationalen Ebene spielen will. Will man in der Gemeinschaft in Europa nicht nur wirtschaftlich, sondern auch außen- und sicherheitspolitisch in der ersten Liga mitspielen, so muss man sich wohl in Richtung Bündnis bewegen - mit allem was dazugehört.

Oder Österreich will eher eine bescheidenere Rolle in der EU spielen, dann sollte es auf der Neutralität beharren und die unangenehmeren militärischen Aufgaben wie bisher den Partnern überlassen. Alles eine Frage des Selbstbildes, des Wollens und der Entscheidung.

Nur eines geht nicht: Ein Land kann nicht alle Vorteile und Profite einer Gemeinschaft haben wollen und seine Interessen wahrnehmen, gleichzeitig aber nur bedingt solidarisch sein und die Nachteile ausblenden. Das werden die Partner kaum akzeptieren.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 27
1 2
diamant
01
14.2.2011, 15:02
Es ist lange her das ich einen derart guten Artikel bezueglich unserer Sicherheitspolitik gelesen habe! Chapeau!

Weiter so!

zimbo
 
31
13.2.2011, 14:28
Schön die Absicht ist nun klar.

Also nein zum Berufsheer, damit nicht unsere Soldaten für die Gier einer "Supermacht" auf Zivilisten schießen.

Außerdem schießen normale Soldaten, weniger gern aufs eigene Volk, falls es infolge Verarmung zu sozialen Aufständen kommt.

Berufsheer hätte mir gefallen, aber nicht seit die Absicht klar ist.

zimbo
 
42
13.2.2011, 14:04
Wenn Propaganda und wirbellose Poliktiker auf den Natobeitritt hinarbeiten, wird mir übel.

Nicht nur, daß wir für die USA in fremden Ländern morden, bei steigender Verarmung Geld and Kriegsgewinnler und Rüstungslobbies verschieben.

Sondern deutet auf das emsige Hinarbeiten auf eine ähnliche Aktion, wie der Vertrag von Lissabon hin.

Das Volk zu betrügen, war in unserer "Demokratie" noch nie ein Problem.

Martin Rosenkranz, airpower.at
32
11.2.2011, 13:49
BRAVO

Super Artikel!

Könnt ich ohne die geringste Änderung 1:1 unterschreiben.

Tom93
16
11.2.2011, 13:45
"verlogen" ist in erster linie herr swoboda

wie sonst soll ich eine positon auffassen, die da besagt, dass man für den nato-beitritt nur deswegen IM MOMENT nicht eintritt, weil laut umfragen die mehrheit dagegen ist? aber in zehn jahren, dann schon? was ist dann anders? vielleicht die haltung der krone und die umfragen? ach ja, verstehe. davon machen wir also unsere sicherheitspolitik abhängig, wie toll!

entweder man ist FÜR etwas oder GEGEN etwas, entweder man hat eine haltung, oder man ht keine - das schwankende rohr im winde swoboda hat keine haltung, sondern sagt jeden tag was anderes. und DAS ist jämmerlich und nicht die kritik daran!

BenjaminB
00
11.2.2011, 11:02
Will der Mayer zur Krone?

Wusste nicht, dass die jetzt schon einen Nachfolger für Michael Jeannée suchen...

Peter W1
 
34
11.2.2011, 04:15

Wen dem Mayer an der aktiven Teilnahme an einem Miordhaufen ist, soll er doch einfach aus einem friedliebenden Österreich abhauen. als ob ihn hier jemand braucht, wenn er gerne Menschen ermorden will.

freedom of speech ?
03
11.2.2011, 09:10
Österreich friedliebend ??

HAHA. Wie, glauben sie, würde Österreich agieren, hätte es die militärische und politische Stärke einer Supermacht. Hatten wir in etwa schon so, vor einigen Jahrzehnten. Was dabei herausgekommen ist, muss ich nicht weiter erläutern.

zack de la rocha
 
00
21.3.2011, 13:10
ja klar

Damals kann man ja sooo gut mit Heute vergleichen! Ist immer wieder witzig wie Leute mit ihren geschichtlichen Vergleichen daherkommen, ohne irgendwelches Geschichtliches Hintergrundwissen!

Lucky Luke 1988
00
11.2.2011, 10:36
damals waren die politiker auch bissi anders drauf

heute ist ja kuschln und liebhaben staatsdoktrin

Pepi friß weniger
97
10.2.2011, 20:36
Vielleicht nehmen's den Swoboda in Ägypten ?

Denn:
Die Österreicher haben die Nase gestrichen voll von Politikern, die den Wählerwillen ignorieren, gegen die Bevölkerung regieren, und bei alldem beständig ihre Finger in unseren Taschen haben

Die sollen sich gefälligst ein anderes Volk suchen, das sie durchfüttert. WIR wurden schon in der Vergangenheit von Flaschen in den Krieg geführt. NIE WIEDER! Das ist eine absolute Grundfeste unserer Verfassung.

Durch Teilnahme an diesem Mordbubenverein würden wir unsere Sicherheit, die wir haben, weil wir uns keine Feinde machen, nicht verbessern sondern verlieren

Mit dem Merkel'schen Morden am Hindukusch ist ja nicht einmal Merkels eigenes Staatsvolk einverstanden, wieso sollten wir uns also zu Komplizen machen ?

1955: "Österreich ist frei!"

zimbo
 
20
13.2.2011, 14:23
Das gönnen Sie den armen Ägyptern ?

Besser wäre Afghanistan , wo noch etwas Demokratie gelebt wird, abseits der Besatzerfestungen.

Andreas Pieper
01
11.2.2011, 15:40

das ist ihre meinung,keine frage.verkneifen sie sich aber bitte die arroganz zu glauben sie sei die einzig richtige oder gelte für jeden.

und als anmerkung sei ihnen gesagt das selbst das heilig neutrale österreich am isaf einsatz teilnimmt.warum auch nicht?immerhin gibt es ein uno mandat dafür.

martial
00
11.2.2011, 10:51

Wer eine Volksbefragung fordert ignoriert den Wählerwillen? Es ist doch eigentlich genau umgekehrt, eine sicherheitspolitische nicht ganz einfach zu klärende Frage wird vom Parlament zu den Bürgern gebracht, für einen NATO Beitritt gibt es mit Sicherheit keine Mehrheit und die ganze Diskussion ist zur Zufriedenheit aller vom Tisch.

Ihre künstliche Aufregung und Polemik wirken angesichts der Sachlichkeit dieses Artikels leicht befremdlich.

abdul al calafatti
00
11.2.2011, 09:56
pepi, friss noch viel weniger !°

(wär ein biologischer Lösungsansatz)

danny wild
13
10.2.2011, 23:26

dein wille ist nicht der wählerwille

Pepi friß weniger
51
10.2.2011, 23:35

aber was Umfragen sind wissen Sie schon ?

skip it
00
14.2.2011, 12:44
aus ihrem posting ist weder ablesbar...

...WAS gefragt wurde, noch
WAS die antwort(en) auf die frage(n) war.

das wissen sie aber schon?

Orjares
59
10.2.2011, 19:51
Ein guter Kommentar

Österreicher leben (nicht nur was die Sicherheitspolitik angeht) gerne in einer Traumwelt und glauben, sie werden von der ganzen Welt geliebt und geschätzt.

Österreich ist in Europa ein Fleck auf der Landkarte. Österreich hat in allen Belangen die Wahl: entweder mitmachen und ein klein wenig Einfluss auf die Richtung nehmen oder sich raushalten und dann überall mitziehen müssen, ohne mitzureden. Die Schweizer adaptieren gezwungenermaßen EU-Vorschriften.

Österreich hat, wie der Kommentator schreibt, die Wahl: mitmachen und mitbestimmen oder sich raushalten und mitziehen. Wir sollten uns nur nicht einbilden, dass sich irgendjemand außerhalb Österreichs darum schert, was für Österreich das Beste ist.

zack de la rocha
 
00
21.3.2011, 13:13
...

ein klein wenig Einfluss auf die Richtung nehmen haha.

Wir sollten und nicht einbilden zu glauben, dass wir irgendwo im Konzert der Grossen auch nur Ansatzweise ein klein bisschen Einfluss haetten. Ob wir da jetzt dabei sind oder nicht, ist so plunz egal. WEnn wir dabei sind interessiert sich keiner fuer unsere Meinung und wenn wir nicht dabei sind interessiert sich auch keiner dafuer. Also wo soll bitte der Vorteil sein...

skip it
00
14.2.2011, 12:45
wie's auch anders geht zeigt seit jahrzehnten BENELUX...

papst benedikt
57
10.2.2011, 19:29

die schlagzeile sollte wohl ihren artikel charakterisieren. so gesehen passt sie gut.
dass ein neutrales land aussenpolitisch nur eine geringe rolle spielt, ist natürlich blanker unsinn, wenn nicht verlogen. gerade neutrale länder sind gesuchte vermittler. konfliktparteien wohl kaum.
und warum wohl sitzen internationale institutionen wie die uno in genf oder wien? warum sitzt die iaeo in wien? komisch, nicht?
aber offenbar möchte der autor als österreicher eine grössere rolle in angriffskriegen am hindukusch oder sonstwo auf der welt spielen. ich als österreicher möchte das nicht.

skip it
00
14.2.2011, 12:49
ein kreisky konnte noch gekonnt vermitteln...

...aber ein schuessel? ein gusenbauer, ein faymann?

und aus genau denselben gruenden ist seit iaeo, uno, osze ansiedlung NICHTS mehr geschehn.

oja: die eu-behoerde gegen rassismus und xenophobie haben s' bezeichnenderweise in wien angesiedelt.

unter kreisky HATTE oesterreich internationale relevanz, derzeit ist innerhalb der eu sogar eine slowakei oder slowenien an diesem land vorbeigezogen.

Andreas Pieper
00
11.2.2011, 15:49

ja,ganz genau.stellt jemand die neutralität in frage kann er natürlich nur ein böser kriegstreiber sein,zwischen diesem und dem gelernten neutralitätspazifisten gibts ja bekanntlich nix....

Der dicke Jokkl
01
11.2.2011, 01:43

Das UN hauptquartier ist in den USA. Schweiz und Österreich sind praktische Standorte, aber zum mitreden haben wir da trotzdem nicht mehr.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 27
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.