Am Schauplatz Zwangsprostitution

10. Februar 2011, 16:51
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"Endstation Bordell": 11. Februar, 21.20 Uhr, ORF 2

Nina war siebzehn und träumte von einer Karriere als Fotomodell. Eine Agentur versprach ihr einen Auftrag in Österreich. Doch das Hotel, in das man sie brachte, entpuppte sich als Nobelbordell mitten in der feinen Wiener Innenstadt. "Noch am selben Abend musste ich anfangen, als Prostituierte zu arbeiten", erzählt die Rumänin. "Wenn eine Polizeikontrolle war, sagte man mir, ich müsse im Zimmer bleiben, weil ich noch minderjährig war."

Für die "Am Schauplatz"-Reportage "Endstation Bordell" machte sich Christine Grabner auf die Suche nach den Hintermännern der Zwangsprostitution. Sie fand einen, der bereit war, auszupacken, mit welchen Tricks er und seine Partner die Mädchen in die Prostitution zwangen. Fast drei Jahre währte Ninas Martyrium. "Der einzige Satz, den ich auf Deutsch konnte, war: Mein Name ist Nina und ich bin nigelnagelneu." Sie hatte Glück im Unglück: Ein reicher Freier kaufte sie frei. Doch tagtäglich werden Dutzende neue Mädchen nachgeliefert. Die meisten aus Osteuropa, angeworben von skrupellosen Menschenhändlern. Die, die irgendwie entkommen, kämpfen ein Leben lang mit den Erinnerungen. "Ich konnte keine Männer mehr sehen", sagt Nina. "Sogar vor meinem Papa hab ich mich geekelt." Eine erschütternde Reportage über ein schmutziges Geschäft, das direkt vor unserer Nase abläuft. Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek als Video-on-Demand abrufbar. (APA)

"Endstation Bordell"
Freitag, 11. Februar 2011, 21.20 Uhr, ORF 2

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