Chinesische Hacker spähen Energieunternehmen aus

10. Februar 2011, 16:10
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McAfee: "Informationen sind höchst sensibel und wären Konkurrenten eine Menge Geld wert"

Chinesische Hacker sind nach einer Studie der Computersicherheitsfirma McAfee in die Computer von fünf internationalen Energieunternehmen eingedrungen. Über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren hätten die Hacker Zugang zu den Netzwerken gehabt und Dokumente über die Erforschung von Öl- und Gasfeldern sowie Übernahmepläne ausgespäht, sagte Dmitri Alperovitch von McAfee, zuständig für Bedrohungsforschung. "Diese Informationen sind höchst sensibel und wären Konkurrenten eine Menge Geld wert", fügte er hinzu. Der Bericht, der die Angriffe "Night Dragon" nennt, gibt keine näheren Angaben zur Identität der betroffenen Unternehmen. McAfee gab seine Untersuchungsergebnisse der amerikanischen Bundespolizei FBI weiter.

Zugriff verschafft

Laut der Studie haben sich die Hacker entweder über die Internetseiten oder mit Hilfe von infizierten E-Mails an führende Manager der Unternehmen Zugriff zu den Netzwerken verschafft. Die Angriffe seien nicht sehr ausgeklügelt gewesen, aber der Schutzmechanismus der Unternehmensnetze sei in einem traurigen Zustand, sagte Alperovitch. "Das ist normale Geschäftspraxis in China", sagte Netzexperte Jim Lewis vom Zentrum für strategische und internationale Studien. Dort würden sich Unternehmen so gegenseitig ausspähen. (Reuters)

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    "Das ist normale Geschäftspraxis in China"

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