Steiermark kürzt Fördersätze für Kinder­betreuungs­einrichtungen

10. Februar 2011, 15:44
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Zuschüsse für Bauprojekte etwa halbiert - Schwerpunkt auf Kinderkrippen

Graz - Weil der Bund die Anstoßfinanzierung für den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen 2011 ausgesetzt hat, sieht sich auch das Land Steiermark gezwungen, seine Fördersätze nach unten zu revidieren: Die Landesregierung beschloss am Donnerstag auf Antrag von Familienlandesrätin Elisabeth Grossmann (SPÖ) die entsprechenden neuen Fördersätze für Bauvorhaben in diesem Bereich, die nunmehr nur noch in etwa die Hälfte ausmachen.

Wie Grossmann sagte, habe man durch einen Bauboom in den vergangenen Jahren im Bereich der Drei- bis Sechsjährigen einen 100-prozentigen Versorgungsgrad erreicht, würden die Tageseltern dazurechnet, sei man sogar darüber. Bei den Unter-Dreijährigen erreiche man erst elf Prozent, weshalb der Schwerpunkt künftig auch hierher gelegt werden soll. Wie sich aus einem Bund-Länder-Gespräch in der Vorwoche ergeben habe, sei nicht auszuschließen, dass es ab 2012 wieder Bundesmittel gebe, so Grossmann. Vorläufig müsse aber das Land seine Fördersätze um den Bundesanteil nach unten korrigieren, was heißt, dass ab 1. Februar eingereichte Bauprojekte für Kinderkrippen nur noch mit 30 (bisher 50) Prozent, Kindergärten nur mit 20 (bisher 40) Prozent und Heilpädagogische Kindergärten mit 30 (bisher 70) Prozent unterstützt werden.

Der Bund hatte den Ländern von 2008 bis 2010 mittels 15a-Vereinbarung 15 Millionen Euro pro Jahr für den Ausbau der Kinderbetreuung zur Verfügung gestellt - insgesamt also 45 Mio. Euro -, die diese wiederum mit 20 Mio. Euro jährlich kozufinanzieren hatten. (APA)

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