Sauriersaal im Naturhistorischen Museum wird umgestaltet

10. Februar 2011, 15:16
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Der Saal soll jüngsten Forschungsergebnissen gerecht werden

Wien - Das lange gepflegte und reißerische Image der Saurier - aggressive Räuber einerseits und plumpe, hilflose Pflanzenfresser andererseits - soll im Naturhistorischen Museum (NHM) Wien revidiert werden. Dazu wird der Sauriersaal umgestaltet und an die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst. Die Wiedereröffnung ist laut Aussendung des NHM für Herbst 2011 geplant.

Die letzte Umgestaltung des Sauriersaales liege mehr als 30 Jahre zurück und das wissenschaftliche Bild der Dinosaurier habe sich in dieser Zeit radikal gewandelt, hieß es in der Aussendung. "Fossilfunde zeigen, dass Dinosaurier soziale Lebewesen waren, dass das Jagen im Rudel ebenso in ihr Repertoire gehörte wie Brutpflege und Jungenaufzucht", so die Experten. Relativ neu ist auch die Erkenntnis, dass viele der flinken kleineren Raubsaurier über ein Federkleid verfügten. "Wahrscheinlich besaß sogar der Liebling aller Dino-Fans - Tyrannosaurus rex - daunenartige Federn", berichteten Paläontologen.

Ab Herbst 2011 soll der neue Sauriersaal auch solchen Forschungsergebnissen gerecht werden. Dabei setzen die Experten auf Skelette, lebensgroße Modelle und Computeranimationen. Den Luftraum wird ein originalgroßes Pteranodon-Modell beherrschen. Dieser Kurzschwanzflugsaurier war vor 85 Millionen Jahren in Nordamerika beheimatet und zählte mit einer Flügelspannweite von sieben Metern zu den größten flugfähigen Sauriern. (APA)

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