Mehr Flüchtlinge wegen Instabilität in Nordafrika

10. Februar 2011, 11:04
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Hunderte offenbar aus Tunesien stammende Menschen innerhalb von zwei Tagen auf Lampedusa gelandet

Die Lage in Tunesien wirkt sich offensichtlich auf die Flüchtlingswelle aus Nordafrika in Richtung Süditalien aus. Über 376 Menschen erreichten seit Mittwoch die Insel Lampedusa südlich von Sizilien. Der italienische Innenminister Roberto Maroni betonte, Rom mache Druck auf Tunesien, damit die Flüchtlingswelle gestoppt werde. "Die neuen Massenlandungen sind auf die politische Instabilität in Tunesien zurückzuführen. Wenn sich die Lage im Land wieder stabilisiert, werden wir die Migranten abschieben", kommentierte Maroni.

221 Nordafrikaner hatten in der Nacht auf Mittwoch an Bord verschiedener Boote Lampedusa erreicht. Ein weiteres Boot mit 78 Personen an Bord, wurde 16 Seemeilen südlich der Insel gesichtet und von der Küstenwache in Sicherheit gebracht. Weitere 77 Flüchtlinge aus dem Maghreb landeten auf Lampedusa mit anderen Booten. Zu den Flüchtlingen, die sich als Tunesier bezeichnen, zählen einige Minderjährige. Sie sind wohlauf und sollten noch am Donnerstag von Lampedusa nach Palermo geflogen werden. (APA)

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