Konjunkturbarometer zeigt nach oben

10. Februar 2011, 10:49
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Der wirtschaftliche Aufschwung in Österreich stabilisiert sich, Unter­nehmen sind guter Stimmung, Bau und Tourismus schwächeln

Wien - Nach Einschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) hat sich die Sachgütererzeugung nach einem leichten Rückgang im 3. Quartal gegen Jahresende wieder belebt und die Stimmung in den Industrieunternehmen ist gut. Der Wifo-Konjunkturtest Jänner lasse in den kommenden Monaten eine weitere Verbesserung der Auftragslage erwarten, erklärte Wifo-Experte Gerhard Rünstler am Donnerstag in einer Aussendung.

Enttäuschend entwickelten sich zuletzt die Tourismusumsätze, die in den ersten zwei Monaten der Wintersaison um 2,9 Prozent unter dem Vorjahreswert blieben. Auch mit Blick auf die Gesamtsaison sei mit Einbußen zu rechnen. Ebenso schwach entwickelte sich die Bauwirtschaft. Der Produktionsindex lag für die Zeit zwischen Jänner und November 2010 um 4,4 Prozent unter dem Vorjahreswert und stagnierte zuletzt. Nach einer vorsichtigen Schätzung stieg die Beschäftigung im November und Dezember um 0,1 bis 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Impulse aus Südostasien und den USA

Weltweit führen die starken Impulse aus Südostasien und die (dank schwachem Dollar) steigenden Exporte aus den USA zu einer Belebung der Wirtschaftsleistung, geht aus der Konjunkturumfrage hervor. Dieser Aufschwung führe zu einer verstärkten Nachfrage nach Rohstoffen. Die hohen Nahrungsmittel- und Rohstoffpreise führten zu Inflation in den Industrieländern und einer Erhöhung Lebenshaltungskosten in den Entwicklungsländern. Einer ersten Schätzung zufolge betrug die Inflation im Euroraum im Jänner 2,4 Prozent.

Der Wifo-Konjunkturtest ist eine monatliche Befragung von rund 1.500 österreichischen Unternehmen zur Einschätzung ihrer aktuellen und künftigen wirtschaftlichen Entwicklung. (APA)

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    Die Tourismusumsätze entwickelten sich zuletzt enttäuschend.

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