Vermisste Zwillinge: Ermittler suchen Aufnahmegerät des Vaters

10. Februar 2011, 10:14
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In Cerignola sollen sämtliche Briefkästen kontrolliert werden

Lausanne - Im Fall der verschwundenen sechsjährigen Zwillinge aus Saint Sulpice im Schweizer Kanton Waadt konzentrierten sich die italienischen Ermittler am Donnerstag auf die Suche nach einem Aufnahmegerät, das der Vater immer bei sich getragen haben soll. Sie hoffen auf eine Botschaft über das Verbleiben der Töchter.

In der Umgebung von Cerignola, dem italienischen Ort, in dem sich der Vater das Leben genommen hat, sollen nach Angaben der Nachrichtenagentur ANSA im Laufe des Donnerstag sämtliche Postkästen untersucht werden. Geprüft wird, ob sie weitere an die Mutter der Zwillinge adressierte Briefe enthalten.

Flucht des Vaters schon länger geplant

In den vergangenen Tagen waren acht Umschläge mit Geld auf dem Postweg in der Schweiz angekommen. Zwei weitere Briefe hatten in Cerignola in stillgelegten Briefkästen gelegen. Die Ermittler schließen nicht aus, dass der Vater auch sein Aufnahmegerät mit einer Botschaft in die Schweiz geschickt haben könnte.

Die in die Suche involvierten Ermittler aus der Schweiz, Italien und Frankreich halten es zudem für wahrscheinlich, dass der 43-jährige Familienvater seine Flucht schon länger geplant hatte. Hinweise dazu seien laut ANSA in dem Computer des Mannes gefunden worden. Von den Zwillingen Alessia und Livia fehlt noch immer jede Spur. (APA)

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