SEC zeigt Ratingagenturen die kalte Schulter

10. Februar 2011, 09:23
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Startschuss für eine erste Entmachtung

Washington - Die US-Börsenaufsicht hat den Startschuss für eine erste Entmachtung der Ratingagenturen gegeben. Der zuständige Ausschuss der Behörde stimmte am Mittwoch einhellig dafür, eine Reihe von Wertpapieren von der Pflicht zu einer Bewertung der Risiken durch die Agenturen zu befreien. Die Aufsicht folgt damit den Vorgaben der US-Finanzreform und der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20).

Ratings für die Kreditwürdigkeit eines Anleihe-Emittenten sollen dabei helfen, das Risiko einer Investition einzuschätzen. In der Finanzkrise stellte sich jedoch heraus, dass Agenturen wie Moody's, Standard & Poor's oder Fitch hochriskante Finanzprodukte zu positiv bewertet hatten. Seither bemühen sich die Staaten, die Abhängigkeit davon zu verringern. Die Branche dürfte unter den neuen Vorgaben aber kaum leiden, da die Investoren einen Vergleichsmaßstab brauchen und daher weiter auf die Expertise der Agenturen zurückgreifen. (APA/Reuters)

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