"Apple hat von Mucha nichts zu erwarten"

9. Februar 2011, 20:05
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App bringt "Extradienst" zehn Tage nach Print, aber erweitert auf's iPad

Christian W. Muchas "Extradienst" hat soeben eine App fürs iPad vorgelegt. Mit einigen Besonderheiten:

  • Zehn Tage nach Erscheinen des gedruckten Heftes sollen Inhalte über die App abzurufen sein. Dann,  heißt es in der Presseinfo des Verlags, aber mit Links, Slideshows, und - "wenn's die Kunden und User wollen und annehmen" - mit Videos "passend zur Werbung".
  • Vom gedruckten Heft, das diesmal laut Mucha 350 Seiten umfassen soll, gibt es "als Gustostückl vorderhand nur 30 Seiten auf dem App" (O-Ton Presseinfo). "Dies wird im Laufe der Zeit freilich nachhaltig wachsen."
  • Finanzieren will Mucha den Aufwand dafür mit Werbung: 2222 Euro verlangt er von Printwerbekunden, wenn sie auch auf dem iPad dabei sein wollen, sagt der Verleger. Jedenalls bis Ende 2011.
  • Für Nutzer ist die Applikation kostenlos. Mucha freut sich über den Kollateralnutzen. Der Verlag argumentiert das in der Presseinfo so: "Während anderen Verlegern die Unterlippen beben, weil die Abrechnung der Kosten, die sie für ihren medialen Service direkt über Apple abwickeln müssen, hierzulande fast 40 Prozent der Einnahmen verschlingen soll - ein absolut aberwitziger Betrag, der dieser Tage gerade zu einem gewaltigen Aufstand der Medienmacher führt - hat Apple von Mucha diesbezüglich leider nichts zu erwarten." Von nichts kommt eben nichts.

Für weitere Zeitschriften - Faktum, FM und das jüngste Produkt Elite - kündigt der Verlag "in Kürze" ebenfalls Apps an. (fid)

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