Bettelverbot in Oberösterreich immer wahrscheinlicher

20. Jänner 2011, 18:09

ÖVP und FPÖ dafür - SPÖ hat Vorbehalte - Grüne dagegen

Linz - In Oberösterreich wird ein Bettelverbot immer wahrscheinlicher. In einer Sitzung des Innenausschusses des Landtages am Donnerstag in Linz sprachen sich ÖVP und FPÖ für eine entsprechende Änderung des Oö. Polizeistrafgesetzes aus. Beide zusammen verfügen über eine Mehrheit im Landtag. Die SPÖ äußerte Vorbehalte, die Grünen sind dagegen.

ÖVP-Klubobmann Thomas Stelzer sieht in der gesetzlichen Regelung ein wirksames Instrument, um organisiertes sowie aggressives Betteln, das in vielen Städten und Gemeinden des Bundeslandes Probleme verursache, zu unterbinden. Weiters solle damit die Ausbeutung von Kindern durch Banden verhindert werden. Die Stadtwachen sollen künftig für die Kontrolle der Einhaltung des Bettelverbotes zuständig sein und auch Organmandate ausstellen dürfen.

Nur Grüne gegen Bettelverbot

Für die FPÖ sieht deren Klubobmann Günther Steinkellner den Einsatz seiner Partei bei diesem Thema nun bestätigt. Das Bettelverbot werde Belästigungen verhindern und das subjektive Sicherheitsgefühl aller Oberösterreicher merklich steigern.

Die SPÖ will Betteln nicht grundsätzlich verbieten, hieß es auf Anfrage aus dem Landtagsklub. Es gehöre zum Leben dazu. Jedoch lehne man organisiertes oder aggressives Betteln sowie die Ausbeutung von Menschen ab. Zur Durchsetzung eines entsprechenden Verbotes sollte nur die Polizei, nicht aber Stadtwachen oder Ähnliches eingesetzt werden. Damit die Polizei mitwirke, müsse zuvor ein Einvernehmen mit dem Bund hergestellt werden. Bevor dieses nicht vorliege, werde es keine Zustimmung der SPÖ geben.

Die grüne Landtagsabgeordnete Maria Buchmayr bezeichnete hingegen ein Bettelverbot als unmenschlich, unsozial und völlig überflüssig. Die Bürgerinitiative "Linz braucht keine Stadtwache" ist der Ansicht, dass ein Gesetz für ein Bettelverbot eine Menschenrechtsverletzung nach Artikel 8 und 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention darstelle. Sollte es in Kraft treten, überlege man einen Gang zum Verfassungsgerichtshof. Ähnliche rechtliche Beschwerden gibt es auch aus anderen Bundesländern. (APA)

derbrain
00
27.2.2011, 22:02
Jawoll, endlich wird das Gsindel eingsperrt, das jährlich um Neujahr herum - auch noch vermummt - organisiert aggressiv bettelt.

Vorstadtmama
 
00
17.2.2011, 20:16
Als Vorbild schlage ich Wien vor nicht die Steiermark...

Hier gibt es noch genügend Bettler - aber keine Minderjährigen mehr. Auch die Capos können nicht mehr offen abkassieren (gewerbsmäßiges Betteln ist ja verboten). Das hilft in gewissem Sinn den Bettelsklaven, die wenigstens einen Teil für sich behalten könne (z.B. sofort was Essen gehen).

Tscharli Tschepplin
00
15.2.2011, 17:48
Sicherheitsgefühl erhöht durch Bettelverbot?

Die FPÖ fürchtet sich vor Bettlern?
Interessant, ein Fall für ein psychiatrisches Gutachten!!

bernstoana
00
27.2.2011, 16:22
Sicherheitsgefühl

...mein Opa hat immer gesagt: "Z'east denkn, donn sudan!"
...und er war ein gescheiter Mann, mein Opa! Informieren wär auch ein Ansatz.

z.B.:

http://derstandard.at/129781905... klamarkter

Tscharli Tschepplin
00
28.2.2011, 10:53
Genau, anschaun lassen vom Spezialisten

für xenophobische Phanatasien. Wir sind ja umgeben von solchen Gfrastern: Die Tschuschen, die Kimmeltürken, die Katzelmacher, die Behm. Da kann ein aufrechter Deutscher nur Angst haben, genau!!

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