Polizei schießt in die Menge: drei Tote

9. Februar 2011, 15:42
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Mehr als 100 Verletzte bei Unruhen in Oase

Kairo - Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei sind im Zentrum Ägyptens in den vergangenen zwei Tagen mindestens drei Menschen getötet und mehr als Hundert verletzt worden. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus Sicherheitskreisen erfuhr, lieferten sich Polizei und Demonstranten in der Oasenstadt El Chargo 400 Kilometer südlich von der Hauptstadt Kairo gewaltsame Auseinandersetzungen.

Nach den Informationen aus Sicherheitskreisen schoss die Polizei mit scharfer Munition auf die Menge. Dabei wurden Dutzende Demonstranten verletzt, drei Menschen erlagen später ihren Verletzungen. Die Demonstranten setzten daraufhin sieben staatliche Einrichtungen in Brand, darunter zwei Polizeiwachen, eine Polizeikaserne, ein Gerichtsgebäude und die örtliche Zentrale der Regierungspartei von Präsident Hosni Mubarak.


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Bei Unruhen in Ägypten hat es nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) bisher mindestens 297 Todesopfer gegeben. Diese Zahl sei bestätigt, die wirkliche Opferzahl liege aber womöglich weitaus höher, erklärte HRW am Dienstag. Die UNO hatte am 1. Februar von insgesamt 300 Toten gesprochen, die ägyptischen Behörden veröffentlichten bisher keine Angaben. (APA)

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