"Die Asiaten sind wesentlich straighter und gewissenhafter"

Katrin Burgstaller, Rosa Winkler-Hermaden
18. Februar 2011, 10:18
  • Blauensteiner: "Unser künstlerischer Leiter sagt immer, es gibt keine unmusikalischen 
Kinder."
    rwh/derstandard.at

    Blauensteiner: "Unser künstlerischer Leiter sagt immer, es gibt keine unmusikalischen Kinder."

  • Die Sängerknaben wohnen, lernen und singen seit 1948 im Augartenpalais im 2. Bezirk in Wien. Auf dem Areal befinden sich auch Sportplätze.
    rwh/derstandard.at

    Die Sängerknaben wohnen, lernen und singen seit 1948 im Augartenpalais im 2. Bezirk in Wien. Auf dem Areal befinden sich auch Sportplätze.

  •  Bei den Sängerknaben werden pro Jahr etwa 25 Burschen aufgenommen. Sie touren durch die ganze Welt.
    rwh/derstandard.at

    Bei den Sängerknaben werden pro Jahr etwa 25 Burschen aufgenommen. Sie touren durch die ganze Welt.

  • Gerne besuchen sie in den Welt-Metropolen die "Hard Rock"-Cafés. T-Shirts werden als Souveniers mitgebracht.
    rwh/derstandard.at

    Gerne besuchen sie in den Welt-Metropolen die "Hard Rock"-Cafés. T-Shirts werden als Souveniers mitgebracht.

  • Der Haydn-Chor, einer der insgesamt vier Sängerknaben-Chöre, ist derzeit in den USA unterwegs.
    foto: apa-foto: barbara gindl

    Der Haydn-Chor, einer der insgesamt vier Sängerknaben-Chöre, ist derzeit in den USA unterwegs.

  • Ein Klassenzimmer der Sängerknaben. Es gibt "White-Boards", auf denen nicht mit Kreide geschrieben wird, sondern mit Stiften. Die Kreide schadet den Stimmbändern, sagt Blauensteiner.
    rwh/derstandard.at

    Ein Klassenzimmer der Sängerknaben. Es gibt "White-Boards", auf denen nicht mit Kreide geschrieben wird, sondern mit Stiften. Die Kreide schadet den Stimmbändern, sagt Blauensteiner.

  • "Nichts ist schrecklicher als ein unglückliches Kind vor sich zu haben. 
Wir versuchen ein unglückliches Kind glücklich zu machen. Aber wenn es 
notwendig ist, informieren wir die Eltern."
    rwh/derstandard.at

    "Nichts ist schrecklicher als ein unglückliches Kind vor sich zu haben. Wir versuchen ein unglückliches Kind glücklich zu machen. Aber wenn es notwendig ist, informieren wir die Eltern."

  • Im Festsaal versammeln sich die Sängerknaben zu besonderen Anlässen. Zum Beispiel werden hier die Weihnachtsgeschenke überreicht.
    rwh/derstandard.at

    Im Festsaal versammeln sich die Sängerknaben zu besonderen Anlässen. Zum Beispiel werden hier die Weihnachtsgeschenke überreicht.

  • Das Schwimmbad ist eines der Highlights im Schulgebäude. Der Sportunterricht findet auch hier statt.
    rwh/derstandard.at

    Das Schwimmbad ist eines der Highlights im Schulgebäude. Der Sportunterricht findet auch hier statt.

  • Im Speisesaal bekommen die jungen Sänger zu Essen.
    rwh/derstandard.at

    Im Speisesaal bekommen die jungen Sänger zu Essen.

Sängerknaben-Direktor Markus Blauensteiner über den "modernen Egoismus", Drill und wie die Buben mit ihrem Ruhm umgehen

"Ich bin der Meinung, dass die Kinder heute ungleich schwierigere Voraussetzungen haben als zu meiner Zeit", sagt Markus Blauensteiner, Direktor des Realgymnasiums der Wiener Sängerknaben. Mit derStandard.at sprach er über das Internatsleben, über Sozialpädagogen, die als "Vater- und Mutterersatz" dienen, und warum er die Sängerknaben als Eliteeinrichtung versteht. Die Fragen stellten Katrin Burgstaller und Rosa Winkler-Hermaden.

***

derStandard.at: Wie wählen Sie die zukünftigen Sängerknaben aus?

Blauensteiner: Für die Sängerknaben werden pro Jahr etwa 25 Burschen aufgenommen. Unser Prinzip ist: Wenn sich jemand für die Sängerknaben interessiert, sollte er schon in die Volksschule gehen. Ab der dritten, vierten Klasse wäre es gut, wenn die Knaben schon da sind. Zirka ein Viertel kommt als Quereinsteiger zu uns. Wir sagen jedem, der Interesse hat zu uns zu kommen, er muss nicht singen können, er lernt es ja bei uns. Es wird getestet, ob sich die Stimme aus physiologischer Sicht eignet und ob er ein Rhythmusgefühl hat. Unser künstlerischer Leiter sagt immer, es gibt keine unmusikalischen Kinder. Wichtig ist, dass der Knabe das auch will.

derStandard.at: Warum wollen junge Burschen Sängerknaben werden?

Blauensteiner: Das ist ganz unterschiedlich. Es gibt jene Gruppe, wo die Eltern wollen, dass die Kinder eine qualitaitv hochwertige künstlerische Ausbildung erhalten. Viele kommen aus Familien, in denen Musik Gott sei Dank noch eine Rolle spielt. Sehr oft ist die Motivation die, dass die Eltern bemerken, dass ihre Kinder sich für Musik sehr begeistern.

derStandard.at: Und wie sehr wollen das die Kinder selbst?

Blauensteiner: Ich habe von einem einzigen Knaben gehört, der gegen den Willen seiner Eltern hier angerufen und gesagt hat, er möchte gerne vorsingen. Das war der Sohn eines Arztes, der die Sängerknaben im Fernsehen gesehen hat. Da war der Impetus ganz alleine beim Kind. Bei uns hat jeder eine Chance. Das Kind muss wollen, den Rest machen wir schon.

derStandard.at: Macht es Sinn, ein Kind gegen seinen Willen herzubringen?

Blauensteiner: Nein. Wir merken es sofort, wenn ein Bub nicht hier sein will. Oft ergeben sich Probleme aufgrund der Tatsache, dass das Kind eine Woche von seinen Eltern weg ist. Er zeigt durch viele Aktionen, auch unbewusst, dass er sich nicht wohl fühlt. In so einem Fall reden wir mit Eltern und sagen, dass es keinen Sinn macht. Es ist das schlimmste, einem Kind etwas zu oktroyieren, das es nicht will.

derStandard.at: Der Schritt ins Internat in der vierten Klasse Volksschule ist sicher für viele Kinder ein großer. Viele vermissen sicher auch ihre Eltern. Wie gehen Sie damit um?

Blauensteiner: Wir versuchen das Setting so zu gestalten, dass die Kinder sich hier relativ rasch zu Hause fühlen. Wir haben sehr viele Freizeitmöglichkeiten. Die Sozialpädagogen, jeweils eine Dame und ein Herr, stellen Vater- und Mutterersatz dar. Aber jedes Kind hat einmal Heimweh, das müssen wir überbrücken. Zu Beginn geht es sehr behutsam los, die Eleven (Schüler der vierten Klassen der Volksschule der Wiener Sängerknaben, Anm.) sind von Montag bis Freitag im Internat, jeden Mittwoch ist ein Besuchstag. Netto bleiben zwei, drei Tage über, wo Mama und Papa nicht in Erscheinung treten. Der Kontakt zu den Eltern per Handy ist in der Freizeit möglich.

Nichts ist schrecklicher als ein unglückliches Kind vor sich zu haben. Wir versuchen ein unglückliches Kind glücklich zu machen. Aber wenn es notwendig ist, informieren wir die Eltern.

derStandard.at: Der Begriff Internat wirkt für viele abschreckend, gerade für jene, die selbst einmal in einem Internat waren.

Blauensteiner: Ich war in einem Internat, wo teilweise 40, 50 Kinder die Nacht in einem Raum verbracht haben. Wo man in Zweierreihen schweigend zum Essen gehen musste und in der Studierzeit nicht sprechen durfte. Kinder wurden teilweise geschlagen. Das ist doch Gott sei Dank alles vorbei. Wir haben Zwei- und Dreibettzimmer zur Verfügung. Wir stellen nur geprüften Sozialpädagogen als Erzieher an, früher stellte man Erzieher ohne jegliche Qualifikation an. Wir geben den Kindern so gut es geht das Gefühl, als wär das ihr Zuhause.

derStandard.at: Auch die Sängerknaben machten im Zuge der Missbrauchsskandale in der Kirche Schlagzeilen, wegen Missbrauchsfällen unter den Knaben und gewalttätigen Erziehern. Wie gehen die Sängerknaben heute damit um, wenn so etwas bekannt wird?

Blauensteiner: Wenn ich hören würde, dass ein Erzieher gewalttätig wird, müssten sofort Disziplinarmaßnahmen getroffen werden. Das kann bis zur Kündigung gehen. Wir unterliegen dem Dienstrecht für öffentlich Bedienstete. Das ist Gott sei Dank noch nie passiert. Einem geprüften Sozialpädagogen ist klar, wie man mit Kindern umgeht. Kindern kann es gelingen, Pädagogen und Lehrer lange zu reizen. Aber da muss man sich im Griff haben.

derStandard.at: Wenn Burschen mit 14 die Sängerknaben verlassen, ist das sicher ein großer Einschnitt?

Blauensteiner: Zirka 50 Prozent bleiben da und besuchen das Oberstufenrealgymnasium. Ich habe aber auch dafür Verständnis, wenn jemand sagt, es reicht ihm. Dann lassen wir sie ziehen und hoffen, dass sie uns in guter Erinnerung behalten. Früher, als es noch kein Oberstufenrealgymnasium gab und die Burschen weg mussten, hatten viele ein Problem. Sie mussten in ein anderes Gymnasium gehen und waren plötzlich nicht mehr die "Stars". Das war für einige ein Schock. In einer Schule mit 1.000 Schülern ist man nur eine Nummer, bei uns gibt es 100 Sängerknaben. Wenn jemand eine Sorge hat, kann er jederzeit eine Person seines Vertrauens für ein Gespräch aufsuchen. 

derStandard.at: Verstehen Sie die Sängerknaben als Eliteeinrichtung?

Blauensteiner: Ja, aber im besten Sinn des Wortes. Nämlich, dass Sie etwas Besonders sind, dass sie sich hervorheben. Und das tun Sie ohne Zweifel. 

derStandard.at: Sie haben die Sängerknaben als "kleine Stars" bezeichnet. Die Buben haben 80 Konzerte im Jahr und sind elf Wochen pro Jahr unterwegs auf Tournee. Wie gehen die Kleinen mit so viel Ruhm um?

Blauensteiner: Das ist ganz unterschiedlich. Der Ruhm ist verschieden wahrnehmbar. Wenn sie zum Beispiel einen Fernsehauftritt haben, machen sie das wie Profis, sie spüren nicht, wie das von außen wahrgenommen wird. Es gibt aber auch Konzerte, wo der Kontakt mit dem Publikum spürbarer ist. In manchen Ländern reagiert das Publikum ruhig, es gibt herzlichen Applaus, die Kinder gehen ab, fertig. Dann gibt es Länder wie Japan, wo das Publikum den Künstlern gegenüber eine ganz andere Art an den Tag legt. Da stehen sie an der Bühnentüre, beschenken die Kindern, die Buben müssen Autogramme geben. Es macht ihnen aber großen Spaß.

Mich fasziniert immer, wie sie damit umgehen. Sie kommen zurück und sind untereinander ganz normale Buben, mit ihren Lausbubenstreichen, Sorgen und Nöten, mit ihrem Wunsch, eine gute Note in Mathematik zu bekommen. Es ist noch nie einer bei mir gewesen und hat damit geprahlt, dass er in der Zauberflöte gesungen hat.

derStandard.at: Sie haben das Publikum aus Japan angesprochen. Im Bereich der klassischen Musik gibt es sehr viel Nachwuchs aus dem asiatischen Raum. Gleichzeitig hört man, dass sehr viel mehr auf Disziplin Wert gelegt wird. Wie beurteilen Sie das?

Blauensteiner: Sehr kritisch. Es kommen immer wieder Kinder aus dem asiatischen Raum zu uns, weil die Eltern Konzerte gesehen haben und wollen, dass ihr Kind die Ausbildung bekommt. Wir erfahren auch, mit welcher Disziplin die Kinder hier herkommen und was die Eltern sich erwarten. Die Kinder nehmen aber sehr rasch die Auffassung von Disziplin, die wir in Europa haben, an. Wir hören immer wieder, dass die Kinder, wenn sie nach Asien zurück gehen, dann sogar Probleme wegen des lockeren Umgangs haben. Sie sind mit diesem Drill, den es in Asien gibt, bei uns nie konfrontiert. Zum Beispiel gibt es Knaben, die in Japan in die Schule gehen und wenn die Eltern wollen, dass aus ihnen etwas Besonderes wird, müssen sie am Abend in die Privatschule gehen. In Europa wissen wir genau, dass es nach der Phase der Anstrengung auch eine Phase der Erholung braucht. Ich sage immer, wenn Freizeit ist, ja nicht zusätzlich noch was anders machen.

derStandard.at: Bemerken sie bei Kindern aus dem asiatischen Raum andere Herangehensweisen, was ihre Ziele betrifft?

Blauensteiner: Was mich  fasziniert ist der Wille, der bei den asiatischen Kindern dahinter steckt. Das ist bei unserern Kindern nicht so stark ausgeprägt. Ein talentierter Steirer singt aus dem Bauch heraus, hat eine tolle Stimme, und wenn es dann nix mehr ist, ist es halt nix mehr. Bei den Japanern ist der Ehrgeiz gegeben, nach dem Motto, ich will was werden. Wir haben in der 5. Klasse einen Japaner, der unlängst auch in der Staatsoper gesungen hat und er sagt sehr wohl, ich möchte hier eine exquisite Ausbildung, ich möchte vielleicht einmal Sänger werden und wenn nicht das, dann möchte ich Medizin studieren, ich möchte auf jeden Fall was erreichen. Wenn man einen anderen Fünftklassler anschaut, weiß der das nicht. Das erlebe ich auch bei vielen Maturanten. Was machst du nach der Matura? Na schau ma mal, ist die Antwort. Die Buben haben den Vorteil gehabt, dass sie zuerst zum Bundesheer müssen und sich erst dann entscheiden. Dann sagen viele, studieren wir mal, zum Beispiel Publizistik. Natürlich ist das nicht bei allen so. Es gibt auch SchülerInnen, die ein konkretes Ziel verfolgen. Aber um es auf den Punkt zu bringen: Die Asiaten sind wesentlich straighter und gewissenhafter.

derStandard.at: Im deutschsprachigen Raum hat vor Kurzem ein Buch für Furore gesorgt, das den Titel trägt: "Warum unsere Kinder Tyrannen werden". Müssen die Kinder auch im deutschsprachigen Raum zu mehr Disziplin angehalten werden?

Blauensteiner: Da traue ich mich jetzt keine eindeutige Antwort zu geben. Ich habe ein gewisses pädagogisches Prinzip und das verfolge ich und das würde ich jedem anderen Pädagogen auch raten. Erstens soll man nur mit Kindern umgehen, wenn man Kinder mag. Man soll eine Vorbildfunktion haben. Dann lernen die Kinder einen Erwachsenen kennen, der mit ihnen auf Augenhöhe umgeht. Wenn man die Kinder so erzieht, dann brauchen sie keine Tyrannen werden, dann nehmen sie das hoffentlich so an. Durch die Vorbildwirkung werden sie dann vielleicht auch zu positiven Mitgliedern unserer Gesellschaft. Aber dieser moderne Egoismus, der sich durchsetzt, ist ein gesellschaftliches Problem. Wir müssen damit umgehen lernen. Ich bin auch der Meinung, dass die Kinder heute ungleich schwierigere Voraussetzungen haben als zu meiner Zeit.

Bald ist es so, wenn man kein Zweitstudium hat, hat man schon überhaupt keine Chancen mehr, irgendwo weiter aufzusteigen. Das ist das, wo ich mir Sorgen mache. Denn wo zählt heute noch, dass ein Chef hilfreich ist. Der wird abgefragt, wie schauen die wirtschaftlichen Werte aus und sonst interessiert nichts. Um den Kreis zu schließen, ich sage natürlich nein, die Kinder müssen nicht Tyrannen werden, aber die Gesellschaft erwartet sich letztlich Menschen, die eine gewisse Härte aufweisen. Menschen, die vielleicht zuerst an sich selbst und dann an den anderen denken, weil sie sonst keine Chance haben, in unserer Welt zu bestehen. Schrecklich eigentlich, aber vielleicht wird es sich wieder ändern. (Rosa Winkler-Hermaden, Katrin Burgstaller, 18. Februar 2011)

MARKUS BLAUENSTEINER, geboren 1952, ist seit neun Jahren schulischer Leiter der Wiener Sängerknaben. Er studierte Mathematik und darstellende Geometrie.

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...und die Indianer kennen keinen Schmerz

Auch ein Vorbild für die Jugend, oder?

...Fortsetzung

Das Heimweh ist mittlerweile Geschichte und die Schule ist, was Schule eben ist: Meist spannend und interessant, manchmal langweilig und manchmal unangenehm. Aber im direkten Vergleich mit anderen Schulen kann ich nur vorbehaltlos sagen, die Entscheidung ihn in diese Schule zu geben war goldrichtig. Der Bub fühlt sich wirklich wohl dort und ihm bei seiner Entwicklung zuzusehen ist eine echte Freude.
Vielen Dank an alle Mitarbeiter der Wiener Sängerknaben!

Vielleicht mal ein Kommentar aus echter und aktueller Erfahrung…

denn dieses „nix wissen“ aber umso blöder reden nervt!
Der jüngere Sohn meiner Freundin ist Schüler und Mitglied der Wiener Sängerknaben. Ich begleite ihn seit seinem fünften Lebensjahr, habe also Volksschule, Wechsel in die Volksschule der Sängerknaben (4. Klasse) und dann das Gymnasium intensiv miterlebt und betreut. Es begann mit einem Vorsingen und mit einer Probewoche in der Schule und im Internat. Der junge Mann war begeistert, von Anfang an. Ja, die ersten Wochen waren schwierig, das Heimweh hat ihn sehr geplagt. Aber erstens gab es die Möglichkeit ihn intensiv zu betreuen (ich wohne in der Nähe) und zweitens habe ich selten so verständiges und liebevolles Lehrer-, Erzieher- und Betreuerpersonal erlebt. (...)

Quatschkopf.

Durch den Dril und die Methode der Disziplinierung entsprechen die sicher mehr den Sekundärtugenden des Herren.

Die Asiaten ....

... wenn schon dann Ostasiaten (Chinesen, Japaner und Koreaner). Generell Asiaten (Inder, Araber, Indonesier, Thais gehoeren da auch dazu) mehr Gewissenhaftigkeit zuzusprechen ist grober Unfug.

stimmt die asiaten sind viel besser als die saengerknabenchefs.

wann wird endlich chinas geschichte mit seinen vielen millionen toten aufgearbeitet?

Wenn Österreich mit seiner Aufarbeitung fertig ist. Das dürfte noch eine Weile dauern.

.

"Unser künstlerischer Leiter sagt immer, es gibt keine unmusikalischen Kinder." - das hat adorno aber anders gesehen:-)
-
aber was ich auch kenne: der bruder eine klassenmareaden war war den sängerknaben. er hatte als er zurück kam auch so sein schwierigkeiten an der schule.

Was kommt denn wirklich aus Japan, außer Sushi?

Wo sind sie denn hingekommen, mit ihrer Disziplin bis zum Karoshi? Ist das reiner Zufall, dass uns plötzlich solche Bildungsprinzipien als vorbildlich präsentiert werden? Oder gehn ihnen die Roboter aus?

Schauen Sie sich doch mal

in Ihrer Wohnung/Nachbarschaft um, würde mich sehr wundern, wenn da nichts aus Japan (von JVC über Toyota bis zu Kenwood) herumsteht. Und ja, in der Robotik sind die wohl voraus.
Zu Japan mag man stehen wie man will, aber auch in Österreich gibt es jede Menge Leute, die nicht nach 40 Stunden/Woche Bleistift und Schraubenschlüssel fallen lassen. Stressbedingte Krankheiten und Burnout sind zwar andere Worte, sind aber in Österreich nicht unbekannt.

Sag ich ja: sie sind die besten Kopierer (wie ihre Kopiermaschinen),

sie sind am besten darin, 18 Stunden am Tag Beethoven-Etüden hinauf und hinab nachzuklimpern. Einzige Motivation: wenn ich noch mehr ertrage, als die anderen, überlebe ich (was - siehe karoshi - oft nicht aufgeht).

Aber es steht Ihnen frei, den Stresstod und die Selbstverleugnung als heldenhafte Tugend anzusehen.

Lieber Silvio!

Keine Angst, im Beamten-Ösi-Land betreffs Karoshi! Hier stirbt ,man eher aus Fadesse, denn Überanstrengung, nicht?

Das glaube ich nicht.

Gerade weil jemandes Augen, Ohren und Sinne auch für anderes offen sind, als für das Roboten, stirbt er nicht an Fadesse, sondern ist durch Kreativität zufriedener - und letztlich produktiver, als ein monotoner Roboter.

die Asiaten bla, bla ....

und die einzigen, die sich für Kinderchöre interessieren.

das Argument halt ich jedoch für ein Gerücht!

@docw

So ein Schwachsinn!
War von 1997 bis 2001 dabei, ebenso mein Bruder ab 2000....

1. Natürlich muss ein Institut aktiv um Mitglieder werben zb. durch Tage der offenen Türe usw.

2. Lehrer fliegen gar niergends hin, die bleiben immer in Wien, bekommen keine Flugmeilen. ErzieherInnen bekommen die dienstnotwenigen Flüge ohnehin bezahlt. (ohne Flugmeilen)

3. Hatten wir einen Spitzenkoch (früher Chefkoch vom Donauturm) mit guten Köchinnen und kein schimmliges Brot!

4. Die Reinigungsdamen waren immer freundlich, hatten ihre Arbeit gewissenhaft gemacht, kann mich nicht erinnern das es mal Probleme gab!

5. Also das ist jz wirklich der größte Schwachsinn. Ja es stimmt das die Sängerknaben einen eigenen privaten Strandbereich am Wörtersee haben.

Übrigens Härte: ...

... bekommen die Kinder auch ihren rechtmäßigen Anteil an den Einkünften ihrer Arbeit? DVD's, CD's, Konzerte und Tantiemen werfen doch genug ab, um die Kinderarbeit mit einer lebenslangen Pension ab 18 zu versorgen?

.

wäre es nicht angenehm wenn kindern ein ort angeboten wird wo es einmal nicht um den "modernen egoismus" geht? nicht immer ums geld? die kinder gewinnen schon genug dadurch dass sie viel lernen und um die ganze welt reisen. es ist wol kaum so, dass sich da irgendwer im hintergrund bereichert auf kosten der kinder.

Na Gage bekommen sie sicher.

Eigentlich eine gute - und berechtigte! - Frage...
Wird dazu einmal recherchiert?

Gage

Da muss man nicht lange recherchieren.
Die Kinder bekommen eine Privatschulausbildung, ohne die Kosten einer solchen.
Es gibt keine Gage. Wenn der Sängerknaben-Verein seine Einkünfte an die Kinder abführen müsste, gäbe es ihn nicht. Es bereichert sich niemand außer Gebühr an den Kindern. Der Betrieb ist groß, es gibt eine komplette Privatschul-Lehrerschaft zu bezahlen, eine Kostümschneiderei, Reise- und Dispositionslogistik, Erzieher, Gebäude- und Gartepflege uvm.
Sie leben in einem riesigen Palais im Augarten, machen monatelange Weltreisen, und bekommen eine spezialisierte musikalische Bildung, auf die viele später eine ganze Existenz aufbauen.

Ich war Sängerknabe, und habe nie gefragt, was mit dem Geld passiert, das ich einnehme.

Die Postings hier sind echt tief...

ich dachte, die gibt es nur bei der krone - leider werde ich eines besseren belehrt... :-((

Man passt sich den Artikeln bzw. den...

...vorgebrachten Meinungen unwillkürlich an... eine Art Notwehr der medialen Überfütterung!

SchülerInnen bei den SängerKNABEN??

Hat da eine Gender-Wildsau den Text umgepflügt??

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