"Gullivers Reisen": Unter Zwergen Riesenschatten werfen

9. Februar 2011, 17:43
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"Gullivers Reisen" setzt vor allem auf den menschlichen Spezialeffekt Jack Black

Jonathan Swifts satirischer Roman Gullivers Reisen von 1726 ist ein Klassiker. In der jüngsten Leinwandadaption ist aus dem abenteuerlustigen Titelhelden ein Nerd geworden, der anno 2010 im Körper von US-Ulknudel Jack Black wohnt und in der Poststelle eines New Yorker Verlages arbeitet. Eines Tages lässt sich der unglücklich Verliebte zu einer Notlüge hinreißen, infolge derer verschlägt es ihn in eine Miniaturwelt und dann unter Riesen.

Gullivers Reisen (Regie: Rob Lettermann) setzt vor allem auf den menschlichen Spezialeffekt Jack Black. Dessen Grimassen und Rocktiger-Moves sind allerdings nicht abendfüllend komisch, auch die 3-D-Verstärkung bringt da wenig. Am lustigsten wird's, wenn sich der Held in den Fängen eines kleinen Mädchens findet, welches ihn in ein Rüschenkleid und ins Puppenhaus steckt. Die gerechte Strafe für anhaltende Zuschauerunterforderung. (irr, DER STANDARD - Printausgabe, 10. Februar 2011)

  • Groß geworden, klein geblieben und nicht abendfüllend komisch: "Gullivers Reisen".
    foto: centfox

    Groß geworden, klein geblieben und nicht abendfüllend komisch: "Gullivers Reisen".

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