Mindestens neun Tote bei Anschlag in Kirkuk

9. Februar 2011, 13:06
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Nordirakische Stadt zwischen Kurden und Arabern umkämpft

Kirkuk - Bei einer Anschlagsserie in der nordirakischen Stadt Kirkuk sind am Mittwoch mindestens neun Menschen getötet worden. 78 weitere Personen erlitten Verletzungen, als drei mit Sprengladungen präparierte Autos nahezu zeitgleich an verschiedenen Orten der Stadt explodierten. Das bestätigte die Polizei. Die erste Bombe detonierte vor dem Gebäude des kurdischen Geheimdienstes, die zweite bei einer Tankstelle und die dritte vor einem Sozialversicherungsamt. Unter den Toten seien auch zwei Polizisten und ein Kind gewesen, hieß es.

In Kirkuk gibt es immer wieder Spannungen. Rund um die Stadt liegen ergiebige Ölfelder. Die gleichnamige Provinz gehört nicht zur kurdischen Autonomieregion im Nordirak, ist aber ungefähr zur Hälfte von Kurden bewohnt. Sie ist deshalb zwischen Kurden, arabischen Sunniten und Turkmenen umstritten. (APA)

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