Mehr Firmengründerinnen denn je

9. Februar 2011, 12:45
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Fast 8.000 neue Firmen im Jahr 2010: Über 41 Prozent davon von Frauen ins Leben gerufen

Wien - In der Bundeshauptstadt Wien haben 2010 mehr Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt als im Jahr zuvor. Laut Wiener Wirtschaftskammer wurden bis Ende Dezember 7.973 Unternehmen gegründet. Das ist ein Anstieg von 3,4 Prozent im Vergleich zu 2009 (7.711 Neugründungen). Österreichweit, betonte Kammerpräsidentin Brigitte Jank, sei die Zahl mit einem Plus von 1,1 Prozent vergleichsweise weniger stark gewachsen.

Gestiegen ist laut Wirtschaftskammer auch der Anteil der Gründerinnen: 2010 wurden mehr als 41 Prozent der Firmen-Neuzugänge von Frauen ins Leben gerufen, so viel wie noch nie. 2.900 Neugründerinnen und -gründer besitzen eine ausländische Staatsbürgerschaft - womit der Anteil der Nicht-ÖsterreicherInnen rund 36 Prozent beträgt. Der älteste Neo-Unternehmer war immerhin 80 Jahre alt. Seine Firma liefert Übersetzungen pharmazeutischer Texte.

Mehrheitlich Einzelunternehmen

Besonders häufig wurde 2010 in den Sparten Gewerbe und Handwerk sowie Information und Consulting gegründet. Zuwächse gab es dabei unter anderem bei den Unternehmensberatern, gewerblichen Dienstleistern, Denkmal- und Fassadenreinigern oder in der Werbebranche. Die meisten Betriebe, immerhin 83 Prozent, werden als Einzelunternehmen gegründet, gefolgt von GmbHs, Kommanditgesellschaften und Aktiengesellschaften.

Die Ausgangssituationen für den Sprung ins Unternehmertum waren unterschiedlich: Laut einer Kammer-Erhebung kamen 62 Prozent der GründerInnen aus einem Angestelltenverhältnis in der Privatwirtschaft, 10 Prozent waren vorher BeamtInnen, Verwaltungsbedienstete oder LehrerInnen. 7 Prozent waren zuvor arbeitslos. Befragt nach den Motiven, antworteten 65 Prozent, dass sie in ihrer Zeit- und Lebensgestaltung flexibler sein wollten.

Lieber eigene Chefin sein

Fast ebenso viele erfüllten sich den Wunsch "lieber eigene/r ChefIn zu sein, als eine/n ChefIn zu haben". Nur 10 Prozent fühlten sich laut Wirtschaftskammer in die Selbstständigkeit gedrängt. (APA)

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