Vatikan: Beichte per iPhone nicht möglich

9. Februar 2011, 12:43
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iPhone-Anwendung hilft Sündern mit dem Sakrament

Katholische User von Apple-Geräten können ihre Sünden in Zukunft ihrem iPhone, iPad oder iPod Touch beichten. So hat die Kirche offiziell eine im App-Store erhältliche Anwendung abgesegnet, die Gläubigen mit dem Sakrament helfen soll. Zwar kann das "Confession" genannte Programm die Absolution durch einen Priester nicht ersetzen, wie sein Entwickler Little iApps einräumt. Katholiken sind damit jedoch eingeladen, "sich betend auf die Buße vorzubereiten" - für 1,59 Euro. Zudem soll die Beicht-App dazu beitragen, Abtrünnige zu erretten und mit digitaler Technologie heimzuholen.

Bischöflicher Segen

Nicht nur haben zwei Vertreter der römisch-katholischen Kirche an der Entwicklung von Confession mitgewirkt. Darüber hinaus hat die Applikation den bischöflichen Segen erhalten. Erstmalig erteilte US-Bischof Kevin C. Rhodes der Apple-Anwendung ein Imprimatur - eine kirchenrechtliche Genehmigung - und verlieh der Unbedenklichkeit der App in Form des Vermerks "Nihil obstat" Ausdruck.

Confession ist das erste iPhone-Programm seines Entwicklers. Mit modernen Technologien will Little iApps Katholiken dazu auffordern, sich mit ihrem Glauben zu beschäftigen. Den Usern bietet die Anwendung eine "personalisierte Prüfung des Gewissens", passwortgeschützte Profile sowie eine Step-by-Step-Anleitung zum Sakrament. Außerdem können sie über ihre Sünden und die Regelmäßigkeit ihrer analogen Beichten Buch führen. Derzeit ist Confession allerdings nur in Englisch verfügbar. Ob weitere Sprachen folgen sollen und die Anwendung auch außerhalb der USA offiziell als "unbedenklich" gilt, bleibt vorerst offen. (pte)

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  • Katholiken in aller Welt dürfen auch weiterhin nicht per iPhone beichten. Die Technik ersetze keinesfalls die Anwesenheit von Büßer und Priester, erklärte Vatikansprecher Federico Lombardi am Mittwoch.

    Katholiken in aller Welt dürfen auch weiterhin nicht per iPhone beichten. Die Technik ersetze keinesfalls die Anwesenheit von Büßer und Priester, erklärte Vatikansprecher Federico Lombardi am Mittwoch.

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