Unterstützung des BZÖ "aus heutiger Sicht"

9. Februar 2011, 12:22
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BZÖ-Chef Bucher will Schule "entpolitisieren"

Wien - BZÖ-Chef Josef Bucher hat am Mittwoch angekündigt, das Bildungsvolksbegehren des früheren SPÖ-Vizekanzlers Hannes Androsch "aus heutiger Sicht" zu unterstützen. Alles, was ein bisschen Bewegung in die Bildungsdebatte bringt, sei ein Vorteil, sagte Bucher in einer Pressekonferenz. Eine Unterstützungsempfehlung an die eigenen Parteimitglieder gibt er jedoch nicht ab, da Bildung und Politik nicht vermischt werden sollen.

Bucher habe bereits mit Androsch über die Bedenken aus BZÖ-Sicht gesprochen. Fehlende Forderungen seien demnach: Das Prinzip der Leistung, die Lehrlingsausbildung sowie die Entpolitisierung der Bildung. "Die Schule muss politische Freizone werden", forderte der Bündnisobmann. Damit begründete er auch das Vorgehen, dass es von ihm keine generelle Empfehlung gebe. Es mache keinen Sinn, wenn sich eine Partei "vor den Karren spannen lässt", so Bucher. Er stellt jedem frei, das Bildungsvolksbegehren zu unterschreiben.

Bucher sprach sich in Bezug auf die Neue Mittelschule für ein bundeseinheitliches System aus, anderenfalls wäre kein Vergleich möglich. Generell soll der Beruf des Lehrers attraktiver und ein neues Lehrerdienstrecht umgesetzt werden. Außerdem verlangt der BZÖ-Obmann zur Entpolitisierung der Bildung einen parteiunabhängigen Unterrichtsminister. (APA)

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