Fernost-Börsen überwiegend im Minus

9. Februar 2011, 11:45
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China nach Neujahresfeiertagen und Zinserhöhung tiefer

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch überwiegend im Minus tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio reduzierte sich um -18,15 Zähler oder -0,17 Prozent auf 10.617,83 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 320,27 Zähler (minus 1,36 Prozent) auf 23.164,03 Einheiten ab.

Verluste hinnehmen musste auch der Markt in Singapur. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.150,56 Zählern und einem Minus von 34,80 Punkten oder 1,09 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg hingegen um 12,0 Zähler oder 0,24 Prozent auf 4.995,1 Einheiten.

Verluste musste auch die Chinesische Börse nach den Neujahrsfeiertagen hinnehmen. Der Shanghai Composite sank um 0,89 Prozent oder 24,895 Zähler auf 2.774,065 Punkte. An den vergangenen fünf Tagen wurde in Shanghai feiertagsbedingt nicht gehandelt. Negativ wirke vor allem die gestrige Zinserhöhung nach, hieß es.

Zum zweiten Mal innerhalb eines guten Monats hat die chinesische Zentralbank am Dienstag den Leitzins erhöht. Mit der weiteren Straffung der Geldpolitik will die Notenbank gegen die wachsende Inflation und eine drohende Überhitzung der chinesischen Wirtschaft angehen. Der Leitzins für einjährige Kredite und Einlagen stieg um jeweils 0,25 Punkte, wie die Zentralbank berichtete.

Die Titel des führenden chinesischen Ölunternehmen PetroChina sackten um 3,8 Prozent auf 10,54 Hongkong Dollar ab. Cnooc gingen um 2,8 Prozent auf 16,42 Hongkong Dollar zurück.

An der Tokioter Börse sorgten Gewinnmitnahmen nach einem etwas höheren Auftakt doch noch für leichte Verluste gesorgt. Der Nikkei 225 hatte am Vortag auf dem höchsten Stand seit neun Monaten geschlossen. Händler verwiesen angesichts der Gewinnmitnahmen darauf, dass der Nikkei wegen einer steigenden Nachfrage bei ausländischen Investoren seit November bereits um mehr als 15 Prozent zulegen konnte. Dies habe frühe Gewinne wieder dahinschmelzen lassen, die noch von positiven Nachrichten des Autobauers Toyota getragen waren.

Kräftig um 5,16 Prozent auf 3.670 Yen aufwärts ging es für die Toyota-Papiere, nachdem der weltgrößte Autokonzern am Vortag nach Börsenschluss von einem Ertrags- und Umsatzanstieg berichtet und seinen Ausblick angehoben hatte. Zudem entlasteten die Experten der US-Raumfahrtbehörde NASA die Japaner am Vorabend von dem Vorwurf, dass elektromagnetische Störungen in den vergangenen Jahren eine Unfallserie ausgelöst haben sollen. Nissan gewannen im Zuge dessen 2,53 Prozent und auch die Papiere von Mazda und Honda verzeichneten leichte Gewinne.

Die Gewinnmitnahmen waren bei Bankaktien zu spüren, nachdem der Sektor den Gesamtmarkt mit seiner Kursentwicklung seit Anfang November noch übertreffen konnte. Aktien von Mitsubishi UFJ büßten ihre frühen Gewinne ein und lagen zuletzt prozentual unverändert bei 456 Yen. Papiere der Mizuho Financial Group rutschten um 1,78 Prozent auf 166 Yen ab.

In Sydney konnten Commonwealth Bank of Australia um 2,10 Prozent auf 55,07 Australische Dollar zulegen. Das Finanzhaus berichtete von gestiegenen Gewinnen im abgelaufenen Quartal. (APA)

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