Zu wenig Nachschub: Gamesbranche sucht Entwickler

9. Februar 2011, 10:54
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Fachkräftemangel hemmt Wachstum der Spieleindustrie

Die Videospielindustrie hat sich über Jahre ein kräftiges Wachstum erarbeitet. Der steile Aufstieg der Branche gerät jedoch ins Stocken. So bekommen die deutschen Hersteller einen deutlichen Mangel an Fachkräften zu spüren, wie die Multimedia-Schule SAE Institute  aufzeigt. Geld, Ideen und Perspektiven hat der Wirtschaftszweig genug. "Einzig und allein" der geringe Nachschub an Entwicklern hemmt eine ganze Reihe an Gaming-Firmen aber am Wachstum.

Hunderte Mitarbeiter

"Engpässe bestehen eigentlich quer durch alle Bereiche", sagt SAE-Marketingleiter Götz Hannemann im Gespräch mit pressetext. Der Nachwuchs fehlt sowohl im Development und Programming, im strategischen Game-Design als auch im Marketing und Verkauf der fertigen Spiele. "Mehrere Hundert Mitarbeiter" wollen die betroffenen Unternehmen in diesem Jahr daher einstellen. Woher die frischen Arbeitskräfte kommen sollen, ist aber noch weitgehend unklar.

"Hochschul-Informatikstudenten stecken häufig zu lange in ihren Studien", meint Hannemann. "Meist sind sie entweder überqualifiziert oder nicht richtig für Games ausgebildet." So geschieht die Anpassung von Lehrplänen etwa im Bereich der Online Games oft zu schwerfällig, womit dem Programmiernachwuchs wichtige Kenntnisse fehlen. Dabei wird das Wirtschaftssegment Videospiel immer bedeutender. Allein 2009 belief sich der Umsatz mit Games in der Bundesrepublik auf 1,56 Mrd. Euro. Spieleschmieden wie BigPoint, Gamigo, 49Games, DTP Entertainment oder Innogames planen laut SAE in diesem Jahr Neueinstellungen.(APA)

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