Gewinne stagnieren bei Douglas

9. Februar 2011, 08:56
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Düsseldorf - Eine millionenschwere Abschreibung in Frankreich hat die Gewinne beim Handelskonzern Douglas im wichtigen Weihnachtsquartal stagnieren lassen. Der Konzern blieb damit leicht unter den Erwartungen des Marktes. Douglas konnte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 (per Ende September) zwar die Umsätze um 4,5 Prozent auf 1,178 Mrd. Euro steigern, doch legte der Gewinn vor Steuern mit 142,1 (Vorjahr: 141,7) Mio. Euro kaum zu, wie Douglas am Mittwoch mitteilte. Der Überschuss ging sogar leicht um 2,5 Prozent auf 93,9 Mio. Euro zurück.

Dabei konnte Douglas im Quartal einen Einmalertrag in Höhe von 22,3 Mio. Euro aus dem Verkauf seiner Parfümerien in Russland verbuchen. Der Konzern zieht sich aus dem Land zurück, weil er keine Chance sah, dort Marktführer zu werden. Der Ergebniseffekt wurde aber durch Abschreibungen in Frankreich in einer Höhe von 22,9 Mio. Euro mehr als aufgezehrt. Dort sei die Umsatzentwicklung deutlich unter den Erwartungen geblieben, hieß es zur Begründung. Deutliche Zuwächse im Weihnachtsgeschäft hatte Douglas dagegen bereits auf Basis vorläufiger Zahlen für den deutschen Heimatmarkt vermeldet. Dort hatte die Parfümerie-, Buch- und Schmuckhandelskette ein Umsatzplus von 5,5 Prozent eingefahren.

Die Gewinne zwischen Oktober und Dezember lagen indes unter der Erwartung von Experten. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Ergebnis vor Steuern von 153 Mio. Euro und einem Überschuss von 99,6 Mio. Euro gerechnet.

Seine Jahresprognose bekräftigte der Konzern erneut: Douglas wolle im laufenden Geschäftsjahr den Umsatz um zwei bis vier Prozent steigern und ein Ergebnis vor Steuern von "rund 140 Mio. Euro" einfahren. (APA/Reuters)

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