Die Technik hinter der Matrix

12. Mai 2003, 14:58
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Eine ganze Special-Effects- Industrie steckt hinter dem zweiten Teil des Kultfilms

Der erste Teil von Matrix war vor allem auch ein Film, der durch seine optische Qualität bestach. Die Hollywood-Logik gebietet, dass diese für den zweiten Teil noch übertroffen werden muss. Entsprechend aufwendig und umfangreich waren die Arbeiten an den Special Effects zu Matrix Reloaded wie Spiegel Online berichtet.

Chef

Das Mastermind hinter den Matrix-Effekten ist John Gaeta von "Esc Entertainment", im Firmensitz – einer alten Navy-Basis – wacht er über die digitalen Szenen des Films, seit acht Jahren tut er nichts anderes. Oft muss er sich dabei ganz neue Lösungen einfallen lassen, denn viele der Wünsche der beiden Regisseure – der Wachowski-Brüder – waren mit herkömmlicher Software nicht zu machen.

Unbeschränkte Möglichkeiten

Das notwendige Budget dafür garantierte der Erfolg des ersten Teils, bei Kosten von "nur" 65 Millionen US-Dollar wurden satte 450 Millionen US-Dollar eingespielt. So kommt es, dass Gaeta mit einem Traumbudget von 120 Millionen US-Dollar die besten Leute der Industrie für den zweiten und dritten Teil der Trilogie einstellen konnte, darunter auch einige von Industrial Light & Magics oder auch dem 3D-Animationsspezialisten Pixar.

Umfangreich

Deren einzige Aufgabe: Die Grenze zwischen Realität und Virtualität zu verwischen. Und dafür sind jede Menge Leute notwendig, im Falle von Matrix 2 und 3 waren das neun Firmen mit mehr als 1.000 Angestellten. Wie perfekt diese Vermischung von Realszenen und Computerszenen funktioniert, zeigt sich zum Beispiel an einer Szene, in der Neo gegen mehr als hundert Agent Smith-Kopien kämpft. Diese wurde nämlich zuerst mit einer Kung Fu-Truppe des "Tiger & Dragon"-Kampfchoreographen Yuan Woo-ping aufgenommen, die individuellen Gesichter anschließend digital entfernt und durch immer das gleiche Abbild ersetzt.

Handfest

Doch nicht immer setzte Gaeta auf die alleinige Macht der Computer, so wurde für eine gerade mal einige Minuten dauernde Verfolgungsjagd in der Nähe des Firmensitzes von "Esc Entertainment" ein zwei Meilen langer Rundkurs gebaut, Kostenpunkt: Zwei Millionen US-Dollar... (red)

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