PISA-Ergebnisse

Länder drängen auf Überprüfung

8. Februar 2011, 17:05

Vorarlberg und Tirol hatten mit besseren Länderergebnissen gerechnet

Wien - Nach dem Absturz Österreichs sollen mehrere Bundesländer eine Überprüfung der PISA-Ergebnisse von 2009 verlangen, berichtet die "Presse" in ihrer Mittwoch-Ausgabe. Tirol, Vorarlberg, Ober- und Niederösterreich sollen darauf drängen, dass das zuständige Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) die Daten offenlegt. Die Begründung: Methodische Fehler, wie sie dem Bifie-Vorgängerinstitut bei PISA 2000 passiert waren, sollen ausgeschlossen werden. Damals wurden bei der Überprüfung Fehler bei der Auswahl der Schüler entdeckt und die Ergebnisse um 15 Punkte nach unten korrigiert.

Mit Vorarlberg und Tirol fordern zwei Länder eine neuerliche Überprüfung der Daten, die beim Biefie gesonderte Länderauswertungen bestellt und wider Erwarten nicht besser als der Österreich-Schnitt abgeschnitten hatten. Neben dem Wunsch nach Transparenz ist für die Länder der Zeitpunkt der Testungen im Frühjahr 2009 ein Argument für eine Überprüfung der Daten. Kurz davor hatte die VP-nahe "Schülerunion" im Rahmen des Streits um die Lehrerarbeitszeit zu einem Boykott der Studie aufgerufen. Die OECD hatte die Daten daher nur unter Vorbehalt publiziert, das Bifie hingegen immer von zuverlässigen und repräsentativen Ergebnissen gesprochen.

Eine Neubewertung der Daten müsste von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) in Auftrag gegeben werden, die Kosten würden bei rund 60.000 Euro liegen. (APA)

 

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19 Postings
Sand
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"Überprüfung der PISA-Ergebnisse"

Vielleicht lässt sich da was machen?
Kann mir nicht denken, dass die OECD sooo käuflich ist.

Sche
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Die OECD ist ganz bestimmt nicht käuflich...

...und wertet auch nicht falsch aus. Was die OECD nicht macht (und logischerweise auch nicht machen muss), ist zu überprüfen, ob das von den jeweiligen Staaten geschickte Zahlenmaterial korrekt ist.

Ich erinnere z. B. an die Gehrersche Stundenkürzung. Gehrer argumentierte damals, dass österreichische SchülerInnen im OECD-Vergleich etwa 2 Stunden pro Woche mehr Unterricht hätten. Was die OECD natürlich nicht wissen konnte, war, dass bei den von Österreich gesandten Zahlen die Religionsstunden dazugezählt wurden, während das in anderen Ländern nicht gezählt wird.

Im Artikel wird auch nicht von der OECD verlangt, die Ergebnisse zu überprüfen, sondern vom BIFIE, das, im Gegensatz zur OECD !! , von repräsentiven Ergebnissen spricht.

MeinVollerErnst
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Besser mit der NEUEN MITTELSCHULE

wird es dann sicher. Wenn die AHS-Lehrer die neuen Mittelschülerinnen und Mittelschüler in TURNEN und GEO unterstützen, die Schwerpunkte für mehr Unterricht an der neuen Mittelschule wie bisher Informatik, Sport oder Musik bleiben, wird Lesen und Rechnen sicher besser. Aber leider kapiert das niemand!

Erz-Schelm
01
Die Geheimnistuerei...

um die Details der PISA-Daten ist die größte Schwäche der Studie. Man fragt sich, was damit vertuscht werden soll, denn sonst gäbe es keinen Grund, die Daten, die ja von den Staatsbürgern bezahlt werden, eben diesen vorzuenthalten.
Oder würden sie sich dann nicht mehr für politische Argumentation bzw. Manipulation eignen??
In der Sicherheitsdebatte heißt es immer, wer nichts zu verbergen hat, brauchst sich auch nicht vor dem staatlichen Eindringen in die Privatsphäre zu fürchten. Umgekehrt hat das Bifie bzw. haben die politisch dafür Verantwortlichen offensichtlich ein anderes Verständnis von Transparenz, wenn es um ihre Pfründe geht.

Sarang He
00
10.2.2011, 09:07
Geh mal einfach auf die Homepage von BIFIE

da findest Du viele der "geheimen" Details veröffentlicht.

Radio Eriwan
01
10.2.2011, 17:43
Auch wer sich nur ein wenig auskennt und einen PC zu Hause hat, weiß

dass bestimmte Daten auf Veranlassung des BIFIE nicht von der OECD veröffentlicht worden sind. Und das BIFIE selber hat sie natürlich auch nicht veröffentlicht.

Carlo Soziale
03
Das BIFIE soll endlich erklären,

warum alle Bundesländerergebnisse unter dem Österreichdurchschnitt liegen!

no use for a (nick)name
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Ich denke die Personen die die Ergebnisse ausgewertet haben, haben selber in Mathematik irrsinnig schlecht abgeschnitten. ;)
Oder irgendwo in Österreich gibt es ein kleines geheimes Bundesland mit Südkorea Niveau.

Nihil ein anderer Baxter
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ich hoffe auf letzteres

Zinnmo
 
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60.000 Euro sind im Vergleich zu den sonstigen Ausgaben Kleingeld. Mir ist schleierhaft, warum eine Detailauswertung nicht von Anfang an geplant war.

Faultierchen
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was würde es bringen, wenn man weiß, dass die schüler aus bundesland x unwesentlich besser lesen als die aus bundesland y? man sollte das geld lieber für die kinder ausgeben.

Chat long
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Die BIFIE-MitarbeiterInnen sollten einfach eine Viertelstunde pro Woche länger in den Büros stehen, und schon wäre das alles kostenneutral machbar ;-)

CTRL+ALT+DEL
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Vielleicht macht man ja in X etwas anders als in Y? Ich denke da so an "Best Practice"....

ride my pimp
12
PISA wird heillos überbewertet

Die Politik bedient sich seit Jahren der PISA-Ergebnisse, um weiter zu sparen im Bildungsbereich.
Bzw. werden die Ergebnisse halt so interpretiert, wie man sie denn gerne interpretiert haben möchte.

Ich selbst habe (muss Ende der Neunziger gewesen sein), daran teilgenommen - der Lehrer gab uns nach dem Läuten einen Wisch mit dem lapidaren Kommentar "füllt's das aus, geht eh um nix" und weil ich in Eile war, den Schülerbus zu erwischen, habe ich ihn nur halb ausgefüllt und was ich ausgefüllt habe, war schnellschnell...

Sche
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Zumindest...

...sollte einmal klar gestellt werden, dass PISA von verschiedenen Ausgangspositionen aus misst.
Während in den meisten Ländern der Test am Ende der Schulpflicht stattfindet, sind in Österreich, zumindest was die PflichtschülerInnen angeht, diese zum Zeitpunkt des Tests bereits ein Jahr aus der Schule oder hängen ein freiwilliges 10. Schuljahr an (Was im Normalfall wohl eher schwächere SchülerInnen tun).
Es wäre zumindest einmal interessant zu testen, was beim PISA-Test herauskäme, wenn dieser am Ende der 4. Klasse HS/NMS/Unterstufe stattfinden würde.

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Und jetzt zähle ich die Minuten, bis meine Verfolgerin mir einen roten Strich verpasst ;-)

snowboarder
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von mir kriegens an grünen :-)

oblomow II
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Sie

zeigen damit das, was man einen, beobachtungsfehler nennt
Sie beobachten (in dem fall Ihren eigenen) halten Ihre beobachtung für verifizier und wiederholbar und schließen auf die allgemeinheit.

trösten Sie sich, dieser fehler ist ein klassiker.

lustig find ich, dass die länder jetzt solang herumsudern, bis die ergebnisse in Ihren tranigen sud passen.
das wird noch lustig ...

rigil kent
01

Es ist kein Beobachtungsfehler, denn rmp führt keinen induktiven Schluss auf das Ganze durch.

oblomow II
00
wird überbewertet

weil

heißts

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