Michael Moore fordert mehr Erlös für "Fahrenheit 9/11"

8. Februar 2011, 16:48
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Filmverleiher Bob und Harvey Weinstein sollen ihn um einen Profit von mindestens 2,7 Mio. Dollar betrogen haben

New York  - Michael Moore sieht sich um den Erlös aus seiner politischen Dokumentation "Fahrenheit 9/11" betrogen und hat Klage gegen die Filmverleiher Bob und Harvey Weinstein erhoben. Das berichteten die "Los Angeles Times" und die "New York Times" am Dienstag übereinstimmend. Moore wirft den Weinsteins vor, ihn durch "rechnerische Tricks und finanzielle Täuschung" einen Profit von mindestens 2,7 Mio. Dollar (knapp 2 Mio. Euro) vorenthalten zu haben. Sein Film über die Hintergründe der Terroranschläge vom 11. September 2001 hatte weltweit 222 Mio. Dollar an den Kinokassen eingespielt und weitere Millionen auf dem DVD-Markt eingebracht.

Der Anwalt der Weinstein-Brüder, Bert Fields, bezeichnete Moores Klage in der "Los Angeles Times" als "absoluten Unsinn". Der in der Autostadt Detroit beheimatete Filmemacher habe 19,8 Mio. Dollar für "Fahrenheit 9/11" erhalten. Das sei "auf den Pfennig genau die Summe, die ihm zusteht", erklärte Fields. Moores Anwalt Larry Stein entgegnete in der "New York Times", dass sein Mandant nie zuvor in seiner Filmkarriere vor Gericht gegangen sei. "Es ist sehr traurig, dass es dazu kommen musste". Die Weinsteins hatten für den 9/11-Film die Verleihfirma "Fellowship Adventure Group" gegründet, an der auch die Unternehmen Lionsgate und IFC Films beteiligt waren. Die Zusammenarbeit zwischen Moore und den Weinsteins schließt auch andere Moore-Filme ein, darunter "Sicko" und "The Big One". (APA)

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