Die heimischen Zeitungs-Apps

8. Februar 2011, 14:10
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Von einfachem E-Paper bis Multimedia-App

Wien - Mit der Vorstellung des iPad hat Apple-Chef Steve Jobs vor einem Jahr die Medienwelt in Aufregung versetzt. Nichts weniger als die Zukunft der gedruckten Zeitungen versprach der neue Tablet-PC mit Touchscreen zu werden. Ein Jahr später startete mit "The Daily" ein ausschließlich auf dem Tablet PC erscheinendes Produkt, hinter dem "News Corporation"-Mogul Rupert Murdoch steht. Auch in Österreich waren sich die Verleger im Jahr eins des iPad einig, dass an einer Bespielung der Plattform kein Weg vorbei führt. Mindestens ein E-Paper als Spiegelung der gedruckten Zeitung wollen alle anbieten, bei den Zusatzfeatures werden die multimedialen Fähigkeiten des Tablet-Computers unterschiedlich genutzt. Im folgenden ein Überblick über die erhältlichen heimischen "Print"-Apps. Der STANDARD wird seine App Anfang März präsentieren.

- "Datum": Das Monatsmagazin war einer der Fixstarter als iPad-Applikation. Die Tablet-Ausgabe ist derzeit noch gratis.

- "Die Presse": Das Wiener Qualitätsblatt hat sich für eine Hybrid-App entschieden. Neben der Zeitung, deren Artikel per Klick in einem eigenen Fenster vergrößert werden können, findet sich auch ein Digital-Bereich auf der App, der Inhalte der Website widerspiegelt. Derzeit im Gratis-Test-Modus, Zahlschranken sollen aber kommen.

- "Heute": Die Gratiszeitung kostet auch am iPad nichts. Die Funktionalität ist Simplizität: Der Leser bekommt ein E-Paper ohne Multimediafunktionen.

- "Kleine Zeitung": Die steirisch-kärntnerische Printgröße bietet ähnliche Funktionalitäten wie die "Presse", wobei ein Zusatzfeature besonders hervorsticht: Die Artikel werden auf Wunsch vorgelesen, was eine Computerstimme übernimmt. Wie viele andere Häuser setzt die "Kleine" auch auf klickbare Werbungen.

- "Krone" - Der Boulevardriese lässt das iPad ebenfalls nicht unbespielt: Die App umfasst E-Paper mit integrierten Agentur-Videos. So ist etwa in einer Ausgabe das Aufmacherfoto zum Teil klickbar, wobei ein Video erscheint. Wie beim "Kurier" gibt es eine Abendausgabe.

- "Kurier": Der "Kurier" bietet die Zeitung in Form eines E-Papers schon am Abend davor. Ergänzt wird die iPad-Ausgabe bei Bedarf um Multimedia-Elemente wie Bildergalerien oder Videos. Die Nutzung ist zunächst kostenlos, Bezahlschranken sollen aber laut dem iPad-Verantwortlichen Christoph Kotanko kommen. Die angekündigte "Mittagsausgabe" soll im ersten Halbjahr starten, davor will der "Kurier" noch im Februar alle Regionalausgaben auf den Tablet bringen.

- "News": Die Wochenzeitschrift hat eine eigenständige App auf den Markt gebracht, die in ihrer Bedienweise an jene des deutschen "Spiegel" gemahnt. Erweitert sind die Texte um Slideshows, das Layout wurde an die Touch- und Scrollmöglichkeiten des iPad angepasst. Als eine der wenigen Apps ist "News" von vorneherein kostenpflichtig.

- "Oberösterreichische Nachrichten": Die "OÖN" haben eine Hybrid-App aus E-Paper und Online-Teil auf den Markt gebracht. Neben der Zeitung bietet die Applikation einen Sektor namens "Der Tag", der stets aktualisierte Nachrichten auf das iPad bringt. Nach einer Testphase kostenpflichtig.

- "Österreich": Die Tageszeitung "Österreich" brachte ihre Applikation als Gratis-Testversion unters Volk. Sie besteht aus einem E-Paper, das wahlweise um Online-Elemente erweitert werden kann. "Live-Updates" aus dem Newsroom ergänzen dabei die Printausgabe.

- "Tiroler Tageszeitung": Die "TT"-App bietet ein E-Paper mit Multimedia-Funktionalitäten. Klickbar sind Texte und Bebilderungen. Kostenpflichtig.

- "WirtschaftsBlatt" - Das "WirtschaftBlatt" bietet ein E-Paper mit umfangreichen Multimedia-Funktionen. Videos und weiterführende Links können direkt auf den Seiten platziert werden.

"Noch im Februar" will man bei den "Vorarlberger Nachrichten" starten, die "Wiener Zeitung" hat ebenfalls einen Start in den kommenden Wochen im Auge. Die "Salzburger Nachrichten" planen ebenfalls eine "App". (APA)

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