Sandy Bridge

Intel lieferte fehleranfällige Chipsätze wieder aus

8. Februar 2011, 14:08

Hersteller sollen Druck gemacht haben - Hinweis darauf, dass nicht alle Konfigurationen betroffen sind

Auf Wunsch einiger PC-Hersteller nimmt Intel die Auslieferung des fehlerhaften Chipsets für die aktuelle CPU-Generation "Sandy Bridge" wieder auf. Ein Sprecher des US-Konzerns sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, in gewissen Konfigurationen seien die bekannten Probleme ohne Bedeutung, insofern könnten die Hersteller den potentiellen Fehlern aus dem Weg gehen. "Wir werden die Teile unter diesen Bedingungen freigeben", sagte der Sprecher.

Einschätzung

Der Analyst Patrick Wang von Wedbush sprach von einem vertretbaren Vorgehen. "Das sieht ein wenig schockierend aus, aber es sieht vermutlich schlimmer aus, als es ist", sagte er. So lange die Maschinen konfiguriert seien, um nur die fehlerlosen Anschlüsse zu verwenden, dürfte es keine Probleme geben.

Hintergrund

Intel hatte vergangene Woche den Konstruktionsfehler beim Chipsatz zugegeben. Dieser kann zu Datenübertragungsfehlern oder Totalausfällen bei per SATA-II angeschlossenen Geräten - wie Festplatte oder DVD-Laufwerk führen. Die SATA-6G-Ports sind hingegen nicht betroffen, insofern empfiehlt sich deren Nutzung - auch wenn hier nur zwei Stück vorhanden sind. Die Kosten für die Behebung der Probleme und den Austausch betroffener Chips beziffert Intel auf rund 700 Millionen Dollar. Eine neue Version des Chipsets soll im Laufe des Februars bereitstehen, zuerst allerdings nur in geringen Stückzahlen, die volle Produktion soll erst wieder im April anlaufen. (Reuters/red)

Link

Intel

M L3
00
Wenns die Bordhersteller wissen, dann ists ja kein Problem

Wenn mehr SATA Ports nötig sind, dann kommt halt noch ein kleiner extra Chip hinzu. Ist nicht so teuer.
So wie der Chipsatz laut c't PCI Ports hätte, welche von Intel aber deaktiviert sind - Man will einfach den Absatz neuer PCIe Karten fördern. Manche Bordhersteller verbauen Zusatzchios, um doch PCI Slots anzubieten.

Mathias
 
20
Ein Sprecher des US-Konzerns sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, in gewissen Konfigurationen seien die bekannten Probleme ohne Bedeutung, insofern könnten die Hersteller den potentiellen Fehlern aus dem Weg gehen.

Wer haftet eigentlich für auftretende Schäden und Folgekosten, wenn diese Fehler doch nicht so "harmlos" sind?

Man stelle sich nur vor, ein Backup lässt sich nicht fehlerfrei erstellen und / oder zurückspielen!

Mister Thomson
00
ja, sieht schockierend aus die Optik

werd mich jedenfalls für ein paar Jahre mit einem Kauf zurückhalten

peregrine
00

scherzkeks!

mindmedic
01

Ein paar Jahre?! Schwöre!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.