Hersteller sollen Druck gemacht haben - Hinweis darauf, dass nicht alle Konfigurationen betroffen sind
Auf Wunsch einiger PC-Hersteller nimmt Intel die Auslieferung des fehlerhaften Chipsets für die aktuelle CPU-Generation "Sandy Bridge" wieder auf. Ein Sprecher des US-Konzerns sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, in gewissen Konfigurationen seien die bekannten Probleme ohne Bedeutung, insofern könnten die Hersteller den potentiellen Fehlern aus dem Weg gehen. "Wir werden die Teile unter diesen Bedingungen freigeben", sagte der Sprecher.
Einschätzung
Der Analyst Patrick Wang von Wedbush sprach von einem vertretbaren Vorgehen. "Das sieht ein wenig schockierend aus, aber es sieht vermutlich schlimmer aus, als es ist", sagte er. So lange die Maschinen konfiguriert seien, um nur die fehlerlosen Anschlüsse zu verwenden, dürfte es keine Probleme geben.
Hintergrund
Intel hatte vergangene Woche den Konstruktionsfehler beim Chipsatz zugegeben. Dieser kann zu Datenübertragungsfehlern oder Totalausfällen bei per SATA-II angeschlossenen Geräten - wie Festplatte oder DVD-Laufwerk führen. Die SATA-6G-Ports sind hingegen nicht betroffen, insofern empfiehlt sich deren Nutzung - auch wenn hier nur zwei Stück vorhanden sind. Die Kosten für die Behebung der Probleme und den Austausch betroffener Chips beziffert Intel auf rund 700 Millionen Dollar. Eine neue Version des Chipsets soll im Laufe des Februars bereitstehen, zuerst allerdings nur in geringen Stückzahlen, die volle Produktion soll erst wieder im April anlaufen. (Reuters/red)