Gibbons "unterhalten" sich in regionalen Dialekten

8. Februar 2011, 12:31
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Kommunikation per akustisch optimal an Regenwaldumgebung angepasste Gesänge

London/Götting - Auch Gibbons "unterhalten" sich in regionalen Dialekten. "Jeder Gibbon hat seinen eigenen Gesang, aber - ganz wie bei Menschen - gibt es regionale Ähnlichkeiten zwischen Gibbons in derselben Gegend", erläutert der Göttinger Forscher Van Ngoc Thinh vom Deutschen Primatenzentrum. Die Forscher stellen ihre Analyse im Fachblatt BMC Evolutionary Biology vor.

Das Göttinger Team hatte Gesänge und genetische Vielfalt bei insgesamt 19 Population aller sechs Arten von Schopfgibbons (Nomascus sp.) untersucht. Schopfgibbons gehören zu den Kleinen Menschenaffen. Sie werden bis zu 65 Zentimeter groß und sechs Kilo schwer. Sie tragen einen namensgebenden Haarschopf und haben keinen Schwanz.

Angepasster Gesang

Die Schopfgibbons leben in dichten Regenwäldern in China, Laos, Kambodscha und Vietnam. Sie kommunizieren über Gesänge, die akustisch optimal der Regenwaldumgebung angepasst sind. Sowohl Männchen als auch Weibchen singen, um ihr Revier zu markieren und um Partner zu finden. Pärchen singen sogar Duette, um ihre Bindung zu festigen.

Die Wissenschafter analysierten 400 Gesangsproben anhand von 53 akustischen Parametern und verglichen sie mit der Herkunft sowie mit Mutationen in einem bestimmten Gen der Affen, das die Bauanleitung für ein zentrales, elektronentransportierendes Protein enthält. Es zeigte sich, dass die vier ähnlichsten Gesänge von den am engsten benachbarten Gibbonarten im Süden des Untersuchungsgebietes stammten, die zudem die größte genetische Übereinstimmung aufwiesen.

Mit den nördlicheren Populationen waren die Übereinstimmungen geringer. Das unterstütze auch die Annahme, dass sich die Gibbons von Norden nach Süden ausgebreitet haben, schreiben die Forscher. (red/APA/dpa)

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    Gibbon-Gesänge weisen regionale Unterschiede auf, wie Göttinger Forscher herausgefunden haben.

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