US-Ölpreis mit klaren Verlusten

8. Februar 2011, 14:18
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Wien - Der Ölpreis hat am frühen Dienstagnachmittag tiefer gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14.00 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März 86,28 Dollar und damit 1,37 Prozent weniger als am Montag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 98,10 Dollar gehandelt.

Der Brent-Preis tendierte damit unter der Marke von 100 US-Dollar. Nach Einschätzung der Analysten der Commerzbank verliert offensichtlich der Krisenherd Ägypten für den Ölmarkt an Schrecken. Die zunächst befürchteten Lieferunterbrechungen im Suezkanal sind bisher ausgeblieben und werden offensichtlich auch nicht mehr als akut erachtet, schreiben die Experten in ihrer Tagesinfo.

Sofern es nicht zu einer weiteren Eskalation der Ereignisse kommt, sollten die Ölpreise weiter nachgeben, erwartet die Commerzbank. Dennoch dürften die politischen Spannungen in dieser für den Ölmarkt wichtigen Region ein unterstützender Faktor bleiben und einem deutlichen Preisrückgang zunächst entgegenstehen.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.354,00 Dollar und damit befestigt zum Montags-Vormittags-Fixing von 1.347,00 Dollar. Mit dem Ende des chinesischen Neujahresfestes könnte laut Commerzbank ab morgen mit China ein wichtiger Nachfragetreiber in den Markt zurückkehren und dem Goldpreis weitere Unterstützung liefern. In den vergangenen Wochen und Monaten haben sich neben Silber auch Platin und Palladium deutlich besser entwickelt als Gold. Diese Metalle seien aufgrund ihres industriellen Charakters aktuell stark gefragt. (APA)

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