Börse Frankfurt schließt fester

8. Februar 2011, 18:27
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DAX im Plus bei 7.323,24 Punkten

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Dienstag mit freundlicher Grundtendenz aus dem Handel gegangen. Der DAX gewann 39,62 Punkte (plus 0,54 Prozent) auf 7.323,24 Einheiten. Der TecDAX sank um hingegen um 3,15 Punkte oder 0,35 Prozent auf 902,85 Punkte. Der M-DAX verbesserte sich 90,16 Punkte oder 0,86 Prozent auf 10.533,81 Zähler. Der HDAX schloss mit 3.721,98 Einheiten und einem Plus von 20,30 Zählern oder 0,55 Prozent. Der C-DAX stieg 3,72 Punkte oder 0,58 Prozent auf 645,53 Zähler.

Angetrieben von starken Autowerten hat der DAX erstmals seit rund drei Jahren wieder die Marke von 7.300 Punkten übersprungen. Damit setzte der deutsche Leitindex seinen Höhenflug der vergangenen Wochen fort, wenn auch in gebremstem Tempo. Dass es nicht noch höher hinausging, führten Börsianer auf die zweite Leitzinserhöhung der chinesischen Notenbank innerhalb eines guten Monats zurück.

"Die Autobauer kommen beim Abarbeiten ihrer Aufträge kaum hinterher", sagte ein Marktstratege. Auch in den kommenden Monaten erwarten die drei deutschen Hersteller BMW, Audi und Daimler kräftige Zuwächse und dürften damit nahtlos an die Erfolge des vergangenen Jahres anknüpfen. Ein Analyst betonte, dass selbst "schlechte Wirtschaftsdaten" die Börsianer kalt ließen. So war in Deutschland die Gesamtproduktion im Dezember deutlicher als erwartet gesunken.

Autowerte waren dementsprechend die Favoriten im DAX. BMW-Aktien verteuerten sich an der Spitze um 4,66 Prozent auf 61,59 Euro. Für Daimler-Papiere ging es um 3,10 Prozent auf 55,28 Euro nach oben, die Vorzüge von Volkswagen stiegen um 3,28 Prozent auf 122,90 Euro. BMW hatte zum Jahresauftakt ein kräftiges Verkaufsplus verbucht, die VW-Tochter Audi hatte einen Rekordabsatz gemeldet. Stützend auf VW-Titel wirkte zudem, dass sich der Konzern nach vergleichsweise geräuschlosen Verhandlungen mit den Tarifpartnern auf einen neuen Haustarifvertrag geeinigt hatte. Als weiteren Kurstreiber für Autoaktien nannten Börsianer eine angehobene Prognose von Toyota.

Zu den schwächsten Werten im Leitindex zählten die Aktien des Düngemittelherstellers K+S, sie verbilligten sich um 0,86 Prozent auf 57,50 Euro. Auslöser waren Börsianern zufolge gedämpfte Preiserwartungen für Indien. Am Markt kursierten Gerüchte, wonach der Konzern dort bei Verträgen möglicherweise nicht den zuvor in China vereinbarten Preis von 400 Dollar je Tonne Kali durchsetzen könnte.

Der Kranbauer Demag Cranes hatte indes einen stärker als erwartet ausgefallenen Schub bei den Aufträgen zum Beginn des Geschäftsjahres gemeldet. Die im MDax notierten Titel verteuerten sich um 1,12 Prozent auf 37,35 Euro. (APA)

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