Skiproduzenten suchen lukratives Zusatzgeschäft

8. Februar 2011, 08:56
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Head entwickelt wieder Bekleidung, Fischer hat sich finnischen Sportschneider Halti zur Seite geholt und bei Atomic läuft "Denkarbeit"

München - Die Skiindustrie hat in ihrem angestammten Geschäftsfeld die Sättigung erreicht und drängt deshalb vermehrt in andere Produktgruppen wie Bekleidung. Dort versprechen sich die Hersteller noch Wachstumschancen.

Head hat das Linzenzgeschäft mit Skibekleidung hinter sich gelassen und entwickelt nun wieder selbst. Die neue Ski- und Snowboardbekleidung wird in Österreich ab der Wintersaison 2011/2012 bei ausgewählten Händlern gelistet sein. Produziert wird die Ware in Asien. Head verspricht sich davon ein Zusatzgeschäft mit Wachstumspotenzial, wie Head-Österreich-Chef Bob Koch sagte. Derzeit erwirtschaftet Head mit Bekleidung erst einen einstelligen Millionenbetrag. Das soll sich bald ändern.

Fischer hat sich den finnischen Sportschneider Halti als Partner geholt und lässt seine alpine Kollektion von ihm produzieren. Die erste limitierte Kollektion wird ab Herbst 2011 in den heimischen Regalen hängen. Halti ist am finnischen Markt ein großer Player im Topsegment und versucht sein Europageschäft über Österreich anzukurbeln. Im Februar wird der Bekleidungsausstatter die komplette Ausrüstung für Volontäre und FIS-Mitarbeiter bei den Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen zur Verfügung stellen. Die Präsenz dort und die Zusammenarbeit mit Fischer sollen Halti im deutschsprachigen Raum etablieren, so das Ziel.

Beim Marktführer Atmoic macht das Bekleidungsgeschäft bereits 40 Prozent aus und das dürfte nicht das Ende gewesen sein. "Die Denkarbeit läuft", sagte Atomic-Chef Wolfgang Mayrhofer auf der Sportmesse ispo in München, ohne Details zu nennen. (APA)

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