Kinder stricken ihre Gemeinde ein

7. Februar 2011, 17:17
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Vom Sonderpädagogischen Zentrum bis zum Rathaus haben Schülerinnen und Schüler in Lustenau eine Strickspur gezogen

Lustenau - Die ehrwürdigen Bronzeköpfe vor dem Rathaus tragen Strickmützen und Schals. Radständer, Verkehrsschilder, Türgriffe fühlen sich wollig weich an, Bäume mit bunten Strickstulpen säumen die Lustenauer Straßen. Vom Sonderpädagogischen Zentrum bis zum Rathaus haben Schülerinnen und Schüler eine Strickspur gezogen. "Wir wollen verschönern", sagt Matthias, während er einen Radständer vor dem Supermarkt einnäht. "Wir machen das, weil alles so langweilig ausschaut", liefert Valentin ein weiteres Argument für das Streetart-Projekt. "Die sind da, weil die Bäume sonst frieren", erklärt Amanda die Strickstulpen an den Bäumen.

Inklusions- statt Sonderschule

Hintergrund für das Knitta-Projekt ist die neue pädagogische Ausrichtung der Schule. Aus der Sonderschule soll eine Inklusionsschule werden, sagt Birgit Sieber-Mayr, die Knitta-Initiatorin. Die bunten Tupfer im Straßenbild sollen auf den neuen Weg aufmerksam machen, die "knit graffiti" wird so zum Symbol für die Vielfalt der Menschen. Die Reaktionen der Passanten sind durchwegs positiv, reichen vom aufmunternden Lächeln bis zur tatkräftigen Mithilfe. Vernissage ist am 10. Februar um 16 Uhr im Foyer des Rathauses. (jub, DER STANDARD-Printausgabe, 8.2.2011)

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