Ist Anonymous nicht mehr länger anonym?

7. Februar 2011, 15:01
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Sicherheitsfirma will Kern-AktivistInnen enttarnt haben - Repression gegen die Gruppe wächst

Eigentlich präsentiert sich "Anonymous" als loser Zusammenhang weltweit vernetzter AktivistInnen, die ohne größere Strukturen auskommt. Das Konzept: Jeder kann unter dem generischen Label Aktionen starten, wenn sich genügend andere für das jeweilige Vorhaben begeistern können, wird daraus dann eine Anonymous-Kampagne. Zuletzt hatte man etwa durch Aktionen zur Unterstützung der ägyptischen Opposition für Aufsehen gesorgt.

Kern

Glaubt man einem aktuellen Bericht der Financial Times, ist die Realität aber dann doch eine etwas andere. Nur rund 30 Personen würden den dauernd aktiven Teil von Anonymous bilden, davon seien zehn jene, die die Entscheidungen treffen. Diese Informationen behauptet Aaaron Barr, Chef der Sicherheitsfirma HBGary Federal durch langfristige Beobachtungen gemacht zu haben.

Identitäten

Über die Beobachtung von IRC-Kanälen und bestimmten Facebook-Seiten will Barr gar die Identitäten zahlreicher AktivistInnen ausgemacht haben. Der Sicherheitsexperte betont allerdings, dass er nicht vorhabe die gesammelten Erkenntnisse an die Polizei zu übergeben, die Anonymous-Mitglieder sollten sich allerdings dessen bewusst sein, dass es relativ einfach sei, ihrer wahre Identität ausfindig zu machen.

Repression

Schon in den letzten Wochen hat sich der Druck gegen Anonymous verschärft, so wurden in Großbritannien fünf mutmaßliche Mitglieder der Organisation verhaftet. Auch in den USA kam es zu 40 Hausdurchsuchungen in diesem Zusammenhang. (red, derStandard.at, 07.02.11)

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