Russland darf 150 Kilo Kaviar exportieren

7. Februar 2011, 14:06
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Seit neun Jahren war die Ausfuhr der Fischeier untersagt, heuer soll das Eis, wenn auch nur minimal, gebrochen werden

Moskau - Russland exportiert erstmals seit neun Jahren wieder Kaviar in die EU. Die Fischereibehörde erlaubte die Ausfuhr von 150 Kilo der begehrten Eier des Störs aus Zuchtanlagen, wie ein Sprecher des Amtes sagte. Dies sei "eine symbolische Menge", gab er zu: "Das Ziel ist es, das Eis zu brechen, das sich in den vergangenen neun Jahren gebildet hat, in denen kein russischer Kaviar ausgeliefert wurde."

Untersagt bleibt der Export der Eier wild lebender Störe. Der kommerzielle Fang des wilden Störs ist in Russland seit 2006 verboten, um ihn vor der Ausrottung zu schützen. Im vergangenen Jahr einigte sich das Land mit den vier anderen Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres - Kasachstan, Aserbaidschan, Turkmenistan und Iran - zudem auf ein fünfjähriges Moratorium für den Fang des begehrten Kaviarfisches.

"Wir müssen den wilden Kaviar fünf bis sieben Jahre lang vergessen. Dann hoffen wir, dass sich die Störpopulation wieder erholt und wir den Fang wieder aufnehmen können", sagte der Sprecher der Fischereibehörde. Angesichts des Fangverbots sind in den vergangenen Jahren aber zahlreiche Zuchtanlagen in Russland aufgebaut worden. Russland will wieder weltgrößter Kaviarexporteur werden: "Es ist möglich, pro Jahr 200 Tonnen Kaviar in den Zuchtanlagen zu produzieren", sagte der Sprecher. Die Nachfrage weltweit liege jährlich bei 350 bis 360 Tonnen. (APA)

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    Die kommerzielle Fang des wilden Störs ist in Russland seit 2006 verboten, um ihn vor der Ausrottung zu schützen.

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