Insektenstreicheln im "Haus des Meeres"

7. Februar 2011, 13:10
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"Dschungelcamp für alle" bis 18. Februar - Schaben, Tausendfüßler und Schnecken berühren

Schaben, Tausendfüßler und Achatschnecken zum Anfassen: Ab Montag gewährt das "Haus des Meeres" in Wien einen Einblick in die Welt der Insekten. Unter dem Motto "Das große Krabbeln - Dschungelcamp für alle" können Besucher nämlich auf Tuchfühlung mit den Tieren gehen. Bis 18. Februar werden täglich um 10.00 und 16.00 Uhr neben Schaben, Schnecken und Tausendfüßler auch Gespenstschrecken, Skorpione, Gottesanbeterinnen und Käfer präsentiert. Ganz Mutige bekommen die Insekten sogar auf die Hand gesetzt.

Vor allem bei Kindern kam am Montag das Insektenstreicheln gut an. "Es ist klebrig, aber nicht grauslich", beschrieb etwa der zehnjährige Elias das Gefühl, eine Achatschnecke zu halten. Die elf Jahre alte Hannah neben ihm beobachtete unterdessen einen Tausendfüßler, der auf ihrem Arm krabbelte: "Das ist irgendwie cool." Niemals angreifen würde sie hingegen Kakerlaken, denn: "Irgendwie schauen sie nicht sympathisch aus." Auch ein "mutiger" Papa war unter den Besuchern. Er bekam ebenfalls einen Tausendfüßler auf die Hand gesetzt: "Er ist relativ schwer", zeigte er sich überrascht.

Kindern die Scheu nehmen

Mit der Wiener Version des "Dschungelcamps" soll vor allem Kindern die Scheu von Insekten genommen werden: "Wir wollen ihnen zeigen, dass von den Tieren keine Gefahr ausgeht und dass man sich nicht ekeln muss", erklärte Tierpfleger Michael Deuschlinger. Besucherliebling unter den Insekten ist der Tausendfüßler: "Der wird besonders gerne gehalten." Am wenigsten gefragt sind hingegen die Schaben: "Das sind unsere Waisenkinder, sie werden am wenigsten angegriffen", so der Pfleger.

Daher nehmen auch wenige der Besucher Fauch-Schaben in die Hand, die bekannt für ihre zischenden Laute sind. Da die Exemplare im "Haus des Meeres" Berührungen schon gewohnt sind, muss zu einem besonderen Mittel gegriffen werden, damit sie fauchen: "Man muss sie ein bisschen am Bauch kitzeln, das mögen sie nicht", verriet Deuschlinger.

Tiere sind ungefährlich

Angst vor den gezeigten Insekten brauchen die großen und kleinen Besucher auf alle Fälle nicht haben: "Sie sind im Wesentlichen ungefährlich", so der Tierpfleger. Einzig vor den Skorpionen müsse man sich in Acht nehmen: "Die zwicken ziemlich stark." Zudem könnten Menschen auf deren Stiche allergisch reagieren. Daher durften diese nur angeschaut, aber nicht gehalten werden. Ebenfalls in der Kiste bleiben musste eine Rosenkäferart: "Die würden wie Hubschrauber abheben und davonfliegen." (APA)

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    Beim "Dschungelcamp für alle" können Besucher auch eine Gespensterschrecke "streicheln".

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