AK gibt Tipps, wie man sich Geld zurückholt

7. Februar 2011, 12:07
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Infos dazu gibt es unter www.holdirdeingeldzurueck.at - Arbeitnehmerveranlagung kann für letzten fünf Jahre gemacht werden

Wien - "Arbeit ist noch immer zu hoch, Vermögen viel zu nieder besteuert", kritisiert die Arbeiterkammer in einer Aussendung. Um ein Stück Gerechtigkeit ins Steuersystem zu bringen, gibt die AK Tipps für die Arbeitnehmerveranlagung.

Mehr als 200 Millionen Euro bleiben jedes Jahr beim Finanzamt liegen, weil die Arbeitnehmerveranlagung gemacht wird, so die AK. Auf www.holdirdeingeldzurueck.at gibt es Broschüren, Musterbriefe und ein Video, in dem man sieht, wie es geht. Schritt für Schritt wird in Bild und Ton durch das Steuerformular geführt, verspricht die AK. Infos gibt es zu Pauschalen, Absetzbeträgen, Werbungskosten oder Sonderausgaben.

Außerdem gibt es den Brutto-Netto-Rechner, alle Broschüren und Folder und die Adressen aller Finanzämter. Wer zusätzlich den Folder "10 Schritte zur Arbeitnehmerveranlagung" bestellen will, kann das unter 01/310 00 10 DW 424 tun.

Arbeitnehmerveranlagung

Die Lohnsteuer wird so berechnet, als ob der Arbeitnehmer das ganze Jahr über gleich viel verdient hat. Viele Arbeitnehmer haben aber während des Jahres zu arbeiten begonnen, oder wechseln den Job. Ihr Einkommen schwankt daher. Bei der Arbeitnehmerveranlagung, wird daher die Steuer neu berechnet und gleichmäßig übers Jahr verteilt. Hat man zu viel bezahlt, gibt es das Geld zurück vom Finanzamt.

Man kann die Arbeitnehmerveranlagung nicht nur für ein Jahr machen, sondern für die letzten fünf Jahre. Folgende Arbeitnehmer sollten die Arbeitnehmerveranlagung auf jeden Fall machen, rät die AK:

  • Wer während des Jahres zu arbeiten begonnen hat (nach Schule, Karenz oder Arbeitslosigkeit),
  • Lehrlinge
  • Wer während des Jahres unterschiedlich viel verdient hat (Wechsel von Teilzeit auf Vollzeit oder umgekehrt),
  • Alleinverdiener oder Alleinerzieher
  • Wer berufliche Ausgaben hatte, hohe Arztkosten oder Sonderausgaben (wie etwa Prämien für eine Pensionsversicherung),
  • Wer so wenig verdient hat, dass er gar keine Steuern zahlen muss, für den gibt es die so genannte Negativsteuer - das heißt: bis zu 110 Euro als Gutschrift vom Finanzamt.. (red, derStandard.at, 7.2.2011)
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